Lieblingstour Wanderherbst in Österreich #2 :
Tourentipp: Auf den Hermannskogel, 542 m

Tourentipp: Auf den Hermannskogel, 542 m
Wir nehmen euch mit auf den höchsten Berg Wiens, den Hermannskogel. Gerade jetzt im Herbst ist diese Tour besonders reizvoll. Neben dem atemberaubendem Blick auf Wiens Häusermeer und dem buntgebfärbten Wienerwald sind vorallem auch die Heurigenlokale einen Ausflug wert!

Vom Heurigenort Sievering zum höchsten Berg Wiens. Bereits im 19. Jahrhundert waren der Ausflug mit dem Stellwagen nach Sievering und die anschließende Wanderung eine beliebte »Landpartie«. Später fuhr man mit der Straßenbahn, heute müht sich der städtische Bus durch die engen Straßen des Heurigenorts. Auf dem Stadtwanderweg 2 erreicht man bald den Wienerwald und – nach anstrengendem Anstieg – auch den höchsten Berg Wiens, den Hermannskogel.

Auf den Hermannskogel Wien©Fritz Peterka
Auf den Hermannskogel Wien © Fritz Peterka

Ausgangspunkt:

Wien-Döbling (19. Bezirk), Ortsteil Sievering, Sieveringer Straße 217, 251 m, Endstation der Buslinie 39 A, ausreichend Parkmöglichkeiten.

Höhenunterschied:

450 m.

Gehzeit:

3.45 Stunden

Anforderungen:

Einige An- und Abstiege, bei Nässe und Schneelage mühsam.

Einkehr:

Heurige in Sievering, Häuserl am Himmel, Stadtheuriger und Restaurant am Cobenzl, Ghs. Jägerwiese, Grüass Di a Gott Wirt, Häuserl am Roan, Häuserl am Stoan.

Tourenbeschreibung Anstieg:

In Sievering (1) zweigen auf der Höhe des Sieveringer Bades von der Sieveringer Straße rechts gelbe Farbmarkierungen ab, die uns bergwärts zum sogenannten Himmel (2) mit schöner Aussicht und zum Cobenzl führen. Nach Überqueren der Bellevue- und der Himmelstraße erreichen wir den Cobenzl (3), 382 m, ringsum frei mit Stadtheurigem, Landgut der Stadt Wien, Kinderbauernhof und Bushaltestelle der Linie 38 A. Es lohnt sich, auf das weite Häusermeer Wiens herabzuschauen!

Holzpfeile mit der Aufschrift »Stadtwanderweg 2« weisen uns vom Cobenzl zunächst in Richtung Kahlenberg. Wir kommen am Denkmal des früheren Wiener Bürgermeisters Dr. Karl Lueger vorbei und wandern leicht ansteigend nordwärts um den Latisberg herum. An der Wegkreuzung Kreuzeiche (4) finden wir die rot-weiß-rote Markierung des Wienerwald-Verbindungsweges 444 vor, den wir bereits im Bereich der Himmelstraße antrafen. Sie weist uns bis zum Dreimarkstein den weiteren Wegverlauf. Durch schönen Buchen-Hochwald kommen wir zur Jägerwiese (5) mit Gasthaus, Spielplatz und Lagerwiese mit Streicheltieren.

Nun steigt der Weg zur höchsten Erhebung Wiens, dem Hermannskogel, an. Am unteren Rand einer steilen Wiese, die im Winter früher als Skihang diente (Klimawandel!) und vom gegenüberliegenden Bisamberg gut erkennbar ist, sind die letzten Höhenmeter zu überwinden. Der Routenverlauf führt uns erst scharf nach links und dann, in wenigen Minuten, zur Habsburgwarte am Hermannskogel (6) hinauf. Leider gibt es am Fuß der Warte keinen Ausblick. Vom 1. April bis zum 31. Oktober kann die Warte an Sonn- und Feiertagen und bei Schönwetter gegen ein geringes Entgelt bestiegen werden (prächtiger Ausblick).

Tourenbeschreibung Abstieg:

Wir steigen nun hinab zur Rohrerwiese (7) mit dem Grüass Di a Gott Wirt. Im Winter ist der Weg eine beliebte Rodelbahn. Kurz vor der Rohrerwiese mündet der Fahrweg von der Jägerwiese ein – eventuell eine weniger beschwerliche Variante. Ein leicht ansteigender Waldweg bringt uns zum Dreimarkstein (8), 454 m, mit dem an der Höhenstraße gelegenen Gasthaus Häuserl am Roan. Auf der Höhenstraße geht es links in wenigen Minuten zum Gasthaus Häuserl am Stoan am Scheitelpunkt der Salmannsdorfer Höhe (9). Wir steigen nun – mit Blick über Weingärten auf Neustift am Walde – zur Agnesgasse ab, der wir nach links folgen. Am Kreuzungspunkt mit der Sieveringer Straße endet die Rundwanderung im Heurigenort Sievering (1).

Neben unserem Tourentipp auf den Hermannskogel, findet Ihr noch viele weitere spannende Herbstwanderungen vor den Stadttoren Wiens und in der Regionr im
Rother Wanderführer »Wien · Wienerwald. Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen«.

Entnommen aus dem Rother Wanderführer »Wien · Wienerwald« von Fritz Peterka
ISBN 978-3-7633-4188-7, 14,90 (D)/15,40 (A)/, 21,90 sFr

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