Autor: Regina

Weitwandern #4: Meraner Höhenweg

Weitwandern #4: Meraner Höhenweg

Gastbeitrag von Tine und Steffi vom Blog campingkorrespondent

Alpine Mehrtagestour: Meraner Höhenweg

Bei Tine und Steffi vom Blog campingkorrespondent fing alles mit einem blauen VW Bulli Syncro an. Sechs Wochen und 8.000 Kilometer später stand für die beiden fest: So und nicht anders wollen sie reisen. Dass sie aber auch immer noch genügend Zeit für ausgedehnte Weitwanderungen finden, kann man in ihrem Blog nachlesen. Besonders begeistert sind sie vom Meraner Höhenweg – lest selbst:

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Wir lieben diesen Höhenweg. Er hat das Zeug zum Missionar. Denn wir sind überzeugt davon, dass dieser Weg selbst sture Wandermuffel zum Staunen bringt. Wetten?

Der Meraner Höhenweg ist in einem Wort: perfekt. Perfekt für eine Woche Abenteuer. Perfekt, weil er in den wenigen Tagen ein Feuerwerk an Erlebnissen zündet. Perfekt, weil er eine moderate konditionelle Leistung abverlangt. Nach sechs Etappen – und keinem Tag Muskelkater – sind wir Freunde. Forever.

Jede der sechs Etappen ist anders, jede ist eigen. Das werden Stephan, mein Wanderbegleiter und ich schnell feststellen. Wir starten an einem wolkenlosen Tag in den wohl schönsten Panoramaweg, der auf seinen gut 90 Kilometern alle Wanderbedürfnisse kombiniert: Hoch- und Mittelgebirge, Wasserfälle, Nadelwälder, auf kargen Steigen und in den Fels geschlagenen Pfaden.

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Wir sind mit dem Zug nach Meran gereist und haben erstmal in einer kleinen Pension eingecheckt. Früh am nächsten Morgen nehmen wir den Bus, hoch nach Dorf Tirol und steigen dort in die Gondel zur Bergstation Hochmuth auf 1.361 m. Wir sind oben und bleiben es auch die nächsten Tage.
Die Sonne im Nacken, Meran zu unseren Füßen wandern wir los Richtung Giggelberg, unserem ersten Etappen-Ziel. Wir gehen im Uhrzeigersinn, so nehmen wir langsam an Höhe zu und wandern die ersten beiden Tage die mediterrane Südseite des Höhenweges entlang. Das Panorama und der wolkenlose Himmel lassen keinen Zweifel: hier sind wir richtig. Unser Blick schweift über das Meraner Becken bis weit ins Vinschgau mit dem Ortler. Der Gletscher glitzert in der Sonne. Das erinnert mich an die Puzzlebilder meiner wanderbegeisterten Oma, die in ihrem schiefen Treppenhaus hingen. Am ersten Abend gönnen wir uns ein Doppelzimmer mit eigenem Bad. Der Gasthof Giggelberg liegt auf 1.563 m. Zur Belohnung bestellt sich jeder ein Knödeltris. Es wird nicht das letzte bleiben.

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Am nächsten Morgen steigen wir begeistert in die zweite Etappe, die uns über den 1.000-Stufen-Weg, ein paar Leitern und eine hübsche Hängebrücke ins Schnalstal nach Katharinaberg bringt. Gestern haben wir den höchsten Punkt der Südseite gemeistert, heute fließt der erste Schweiß. „Was sucht´s ihr?“ ruft uns eine ältere Frau mit Schürze entgegen. „Den Untervernatsch-Hof,“ antworten wir. „Dann kommt´s. Ihr seid am Ziel.“ Das alte Bauernhaus der Familie Mair steht hier seit 1248. Mindestens. Wenn das Haus reden könnte … Stephan und ich haben aber erstmal Ruhebedarf – und Hunger. In der Bauernstube serviert die Bäuerin unterm Herrgottswinkel. Es gibt: Knödeltris. „Ihr seid´s ja Vegetarier. Also Knödel für alle heut.“ Stephan und ich haben den Eindruck, die anderen Wanderer am Tisch hatten sich auf einen deftigen Braten nach Großmutters Art gefreut – vor allem das Paar, das den Höhenweg in drei Tagen umjoggen will.

Etappe 3 führt uns bergan bis hoch zum Eishof. Der liegt einsam im Talkessel vom Pfossental. Die Etappe ist kurz, weil wir nicht direkt ins Hochgebirge aufsteigen werden. Also nehmen wir uns Zeit für die Jausenstationen am Wegesrand. Zum Glück. Denn so entdecken wir den Mitterkaser. Die Wirtin kreiert ausgefallene Gerichte, gern in Zusammenarbeit mit Sterne-Köchen aus der Region. Und sie bewirtschaftet die Alm traditionell mit Milchvieh und Schwein. Ein Wohlfühlort. Dann langsam weiter und weiter ins Pfossental hinein, über Kuhweiden am Bachlauf entlang, bis wir am Horizont sehen, was uns morgen erwartet: die weißen Gipfel der Texelgruppe. Wir werden das Eisjöchl überqueren.
Doch für heute steht erstmal Bettenlager auf dem Programm. Wir haben wieder Glück und haben es ganz für uns allein. Die kichernde Reisegruppe nebenan ist nur durch die dünnen Wände zu hören. Zur Vesperzeit gibt es? Richtig! Ich weiche daher auf eine Nudelsuppe aus. Stephan bleibt bei der Knödel-Tris-Diät.

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Am Morgen des vierten Tages begrüßt uns dichter Nebel. Als wir starten wissen wir also noch nicht, dass oben sogar eine Schneeballschlacht möglich sein wird. Auf acht Kilometern überwinden wir fast 900 Höhenmeter. Der Weg ist gut präpariert und wir erreichen das Eisjöchl auf 2.895 m bei klarem Himmel. Ein Rundblick wie aus dem Bilderbuch. In der Stettiner Hütte wärmen wir uns mit heißer Suppe, bevor es stoisch abwärts geht über Geröll und Trampelpfade. Das schlaucht. Zugegeben. Dass es auf dem gesamte Weg heute nur diese eine Jausenstation gibt, fällt uns erst gar nicht auf. Wir sehen uns wohl an der überwältigenden Landschaft satt. Das Doppelzimmer im Gasthof-Zeppichl ist dann der ideale Abschluss für diesen anspruchsvollen Wandertag. Müde fallen wir in die Betten.

Die letzten beiden Tage geht sich der Weg fast wie von selbst. Die Gipfel sind genommen. Jetzt laufen wir sozusagen zur Kür zurück bis nach Hochmuth, wo wir vor sechs Tagen gestartet sind. Und die gesamte Zeit über bewegen wir uns in einem ideal komponierten Auf und Ab zwischen 1.000 m üN bis gut 3.000 m üN und finden unseren Takt. Stephan voran, ich hinterher – weil ich so gern in die Gegend, auf Gipfel und nach Gämsen gucke.

Als wir noch eine Nacht in einem Zimmer an der Hochmuth-Bahn nehmen erzählt die freundliche Wirtin, „Sie hatten ja großes Glück. Diese sechs Tage waren die ersten, die in diesem Jahr schön und sonnig waren. Davor hat es nur geregnet.“ Ich erwähnte ja bereits: der Meraner Höhenweg ist perfekt. Und das mit dem Knödel-Tris ist auch nur halb so eintönig, wie es vielleicht klingen mag. Sehen wir es so, aufs Jahr gerechnet macht das 0,016 Knödeltris am Tag.

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Ratschlag: Fragt euch vorher, welche Etappen ihr gehen wollt? Wo wollt ihr übernachten? Welche Jausenstationen liegen günstig am Weg? Was muss ins Gepäck? Wie reist ihr am besten an? Antworten findet ihr mit Hilfe des Rother Wanderführers „Rund um Meran“.  Unser Wanderführer ist auch als e-Book erhältlich.

Wir wünschen euch auf eurer Wanderung viel Sonne und Freude. Wir hatten sie vom ersten bis zum letzten Schritt. 2015 feierte der Meraner Höhenweg übrigens sein 30. Jubiläum. Wir sagen: Hin mit euch und anschließend mit dem Camper tiefer ins Vinschgau vorstoßen und in Mals entspannen, einem der schönsten Campingplätze, die wir je besucht haben.

Dieser Artikel erschien erstmalig auf dem Blog von campingkorrespondent am 27. Juni 2015: https://campingkorrespondent.wordpress.com/2015/06/27/sudtirol-meraner-hohenweg/.
Fotos (c) Stephanie Lachnit / Camping Korrespondent

#wanderglück(s)-Geschichten aus dem Bergverlag

#wanderglück(s)-Geschichten aus dem Bergverlag

Hier eine schöne #wanderglück(s)-Geschichte von Rita, bei uns zuständig für den Bereich Online-Medien / Mobile Produkte.

31.10.2005, Blaubergrunde (Kreuth – Wolfsschlucht – Blaubergalm – Halserspitz – Kreuth)
Eines meiner schönsten Erlebnisse beim Bergwandern: Das Murmi von der Blaubergalm war »schuld«, dass ich mich dort länger als geplant aufgehalten habe und dann am Abend die letzten Meter zum Auto im Dunkeln zurücklegen durfte. Vor allem aber war es das Sahnehäubchen auf einer wirklich empfehlenswerten Tour! Als Waisenkind bei der Almfamilie gelandet, war es zahm, zutraulich und streichelbedürftig wie eine Katze. Soweit ich weiß, hat es einige Jahre bei der Familie verbracht, den Winter in einer »Ersatzhöhle« im Tal, den Sommer auf der Blaubergalm. PS: Ihr findet die Tour in unserem Wanderbuch »Münchner Wanderberge«.

 

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Interview mit Christian von feel4nature.com, #wanderglück-Jury

Interview mit Christian von feel4nature.com, #wanderglück-Jury

 

 

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Hallo und herzlich willkommen! Wir freuen uns, dass Du in unserer #Wanderglück-Jury bist. Bitte stell Dich uns vor: Wer bist Du und worum geht es in Deinem Blog? (Was sind Deine Themen? Was verbindet Dich mit Wandern? Wie lange bloggst Du schon? usw.)

Ich bin Christian und unter www.feel4nature.com „blogge“ ich seit knapp 2 Jahren rund um unsere Leidenschaften – Tauchen, Trekking, Reisen und Natur. Zudem schreibe ich dort auch persönliche Artikel mit Tipps zur individuellen Lebensgestaltung – raus aus dem „Alltagstrott“ und rein in ein Leben mit mehr Freiheit und Zufriedenheit. Neben dem Tauchen und den damit verbundenen Reisen sind wir oft auf tagelangen Wanderungen in der Wildnis unterwegs – vorzugsweise in den USA und Kanada, da man dort noch nahezu unberührte Natur und vor allem scheinbar endlose Weiten genießen kann.

 

Wenn Du Dich mal zurückerinnerst an Deine Wanderungen, die Du als Kind mit Deinen Eltern unternommen hast: Top oder Flop? Wie bist Du überhaupt Wanderfan geworden?

In meiner Jungend war ich eigentlich gar nicht richtig Wandern, sondern lediglich mit meinem Grossvater sehr viel auf „Spaziergängen“ und zu anderen Aktivitäten, wie zum Beispiel dem Angeln, in der Natur unterwegs.
Die wirkliche Begeisterung für das Wandern/Fernwandern kam bei uns (meiner Frau & mir) vor knapp einem Jahrzehnt auf, als wir wieder einmal zu einem längeren Roadtrip in den USA unterwegs waren.

Statt den üblichen „kürzeren“ Spaziergängen unternahmen wir mehrtägige Touren und übernachteten dabei im Zelt. Diese Erfahrung in der Natur war für uns so faszinierend und prägend, dass wir uns seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und    gesteigert haben – längere und anspruchsvollere Touren durch immer wildere Gegenden und immer leichtere Ausrüstung. Wir sind mittlerweile richtige Fans des ultraleicht Trekkings geworden.

 

Hoher Gipfel, flaches Land oder Urlaubsinsel – wo wanderst Du besonders gern?

Was das „pure“ Wandern angeht, so fühlen wir uns vor allem sehr zu möglichst „wilden“ und ursprünglichen Gegenden hingezogen – das kann die High Sierra im Westen der Vereinten Staaten sein, aber genauso gut auch die flachen Sümpfe der Everglades, die wir bereits zu Fuss durchquert haben. Auch auf „wilden“ Inseln wie Mauritius und Reunion haben wir bereits längere Wanderungen unternommen. Daher gibt’s keinen wirklichen Favoriten – es ist einfach die möglichst ursprüngliche Natur, die uns „magisch“ anzieht.

 

Welche Wanderung ist Dir besonders in Erinnerung geblieben und warum? Was bedeutet Wanderglück für Dich?

In den letzten Jahren gab es so viele wunderschöne Wanderungen, dass es schwierig ist dort eine einzige herauszupicken. Besonders beeindruckend war aber zum Beispiel unsere Wanderung hinab in die Tiefen des Grand Canyon, die nur wenige Menschen zu sehen bekommen. Es war einfach ein tolles Erlebnis den gewaltigen Canyon einmal aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben.

Ebenso einzigartig war sicherlich unsere Wanderung auf dem „Angels Landing Trail“ im Zion Nationalpark. Der Weg hinauf zum „Landeplatz der Engel“ ist eine der spektakulärsten Wanderungen in den USA.
Ungesichert geht es auf schmalen Wegen und Stiegen an Schluchten vorbei die mehrere hundert Meter in die Tiefe stürzen, bevor man ein Plateau erreicht von dem aus man das gesamte Tal des Zion Nationalparks überblicken kann.

Das „Wanderglück“ ist für uns sehr eng mit den Erlebnissen in der Natur verknüpft, uns reizen gerade die Wanderwege mit möglichst wenig oder gar keiner Infrastruktur auf denen nur sehr wenige Wanderer unterwegs sind.
Auf solchen Touren wird man unweigerlich wieder ein fester Bestandteil der Natur und passt sich ihrem Rhythmus an. Wenn man mehrere Tage in der Wildnis unterwegs ist, dann verschwinden all die teils „wirren“ Gedanken und Sorgen des Alltags aus dem Kopf – alles dreht sich nur noch ums Laufen, Essen, Schlafen und darum die endlos vielfältigen Eindrücke zu verarbeiten.

 

Hast Du mal einen Blog-Artikel geschrieben, in den Du besonders viel Herzblut gesteckt hast und den Du uns hier empfehlen magst?

In allen Artikeln auf unserem feel4nature.com Blog steckt eine Menge an „Herzblut“, ganz unabhängig davon, ob wir von einer Reise, unseren Tauchgängen, einer Wandertour berichten oder auch unsere besten Tipps zum Trekking, Tauchen und Reisen an unsere Leser weitergeben.

Besonders „emotional“ sind aber sicherlich unsere Artikel zur „Persönlichkeitsentwicklung“ und zu unserer persönlichen Lebensweise. Wir haben in den letzten Jahren unsere Leidenschaften zu unserem Lebensmittelpunkt gemacht und sind mittlerweile weitestgehend aus der „9-to-5“ Gesellschaft ausgestiegen – das bringt zwangsläufig auch eine Veränderung unserer Persönlichkeit und der Sichtweise auf unsere Gesellschaft mit sich, über die wir auch auf unserem Blog berichten.

Zwei Artikel die besonderes häufig gelesen und kommentiert werden, sind zum Beispiel:
– Geständnis eines Aussteigers
– Die unbändige Sehsucht nach der Stille

 

Wie bereitest Du Dich auf Deine Wanderungen vor? Bevorzugst Du Buch und Karte oder informierst Du Dich lieber über digitale Medien?

Das ist ganz unterschiedlich – häufig nutzen wir tatsächlich die kleinen „roten Wanderführer“ des Bergverlags Rother, wie zum Beispiel auf unserer 8-wöchigen Norwegen Reise auf der wir sehr viele kürzere Tageswanderungen unternommen haben. Dazu waren die Wanderführer einfach ideal.

Zusätzlich recherchieren wir dann natürlich noch ein wenig nach aktuellen Berichten und Geheimtipps im Internet. Gerade bei unseren langen Wanderung in den USA und Kanada gibt’s aber auch viel Material direkt von den amerikanischen Nationalparks, dass sich hervorragen zur Vorbereitung von längeren Wanderungen eignet.

 

Und Dein nächstes Ziel?

Nachdem wir im Frühjahr drei Monate entlang der amerikanischen Ostküste unterwegs waren, sind wir die letzten Wochen viel zum Tauchen auf „Reisen“ – zuerst waren wir vier Wochen auf den Malediven und gerade jetzt beim schreiben dieser Zeilen sitze ich in Ägypten auf einen Tauchsafariboot, auf dem wir noch eine weitere Woche unterwegs sein werden.

Über die Wintermonate müssen wir uns um einige organisatorische Dinge kümmern und werden somit auch mal wieder für ein paar Wochen in Deutschland zugegen sein, bevor es dann im Fürhjahr 2016 wieder zu einer längeren Reise an Nordamerikas Westküste geht um dort dann ausgiebig in den USA und Kanada in den Nationalparks zu wandern.

Nachdem wir dieses Jahr an der Ostküste mit den dortigen wilden Schwarzbären auf „Tuchfühlung“ waren, wollen wir im nächsten Jahr wilde Wölfe und Grizzlybären auf unseren Wanderungen erleben…mal schauen ob das klappt!
aus inetrnet gezogen

Herzlichen Dank für das Interview!

#wanderglück(s)-Geschichten aus dem Bergverlag

#wanderglück(s)-Geschichten aus dem Bergverlag

Heute teilt unsere Pressefrau Bettina ihr #wanderglück mit uns:

Bettina_Wanderung bei Bad Reichenhall_1982

 

 

 

 

 

 

 

 

Bettina_Auf dem Weg zum Straubinger Haus_1982

»Meine Eltern LIEBTEN Wanderurlaube und meine Schwester und ich also auch. Vor allem die Aussicht auf eine zünftige Brotzeit trieb uns an. Mein Papa sagte immer:
“Setz den Kindern einen Rucksack auf und tu ihnen ein paar Wurschtsemmeln rein und es geht wie von allein den Berg hoch.”

Was soll ich sagen: es hat immer gewirkt. Heute finde ich auf einer Bergtour einen aufregenden Weg und ein schönes Panorama zwar auch nicht ganz unwichtig, aber eine gescheite Brotzeit ist und bleibt ein wichtiger Fixpunkt. Und jedes Mal bewahrheitet es sich wieder: in den Bergen schmeckt es einfach besser!«

Habt Ihr auch noch eine Geschichte über Euer #wanderglück? Schickt uns Euer Bild und Eure Erinnerung auf www.wanderglueck.rother.de.

 

 

 

Bild 1: Wanderung bei Bad Reichenhall, 1982
Bild 2: Auf dem Weg zum Straubinger Haus, 1982

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zum Straubinger Haus, 1982

Interview mit Caro Hosmann, #wanderglück-Jury

Interview mit Caro Hosmann, #wanderglück-Jury

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Ein weiteres Jury-Mitglied stellt sich vor: Caro Hosmann von www.naturkinder.com. Caro ist einfach gerne draussen; im Garten, im Wald, am Berg und möchte diese Leidenschaft mit ihren Kindern und anderen teilen, und ein bisschen Wissen über die Natur, vor allem aber die Freude daran, weitergeben. Im November ermittelt die #wanderglück-Jury aus allen fünf erfahrenen Bloggern den Hauptgewinner unseres großen Foto-Wettbewerbs.

 

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Hallo und herzlich willkommen! Wir freuen uns, dass Du in unserer #Wanderglück-Jury bist. Bitte stell Dich uns vor: Wer bist Du und worum geht es in Deinem Blog? (Was sind Deine Themen? Was verbindet Dich mit Wandern? Wie lange bloggst Du schon? usw.)

Ich freu mich sehr, bei der #wanderglück-Jury dabei zu sein! Ich bin Caro, Mutter von vier Kindern (10, 8, 6 und 2 Jahre), Natur- und Bergliebhaberin, Wanderleiterin, Werklerin, Autorin. Um all das geht es in meinem Blog: Auf www.naturkinder.com dreht sich natürlich alles um die Themen NATUR und KINDER, mit den Schwerpunkten Freizeit, Kreativ Sein und Nachhaltig Leben.

 

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Wenn Du Dich mal zurückerinnerst an Deine Wanderungen, die Du als Kind mit Deinen Eltern unternommen hast: Top oder Flop? Wie bist Du überhaupt Wanderfan geworden?

Ich bin eines der glücklichen Kinder, die nicht vom Bergsteigen traumarisiert sind oder, sollte es ein Trauma gegeben haben, dieses überwunden haben. Mich konnte man eigentlich immer schon mit der Aussicht auf eine Wandernadel motivieren, auf den nächsten Gipfel oder eine Hütte zu laufen, bei jedem Wetter. Mit einem Wanderpass in der Tasche freute ich mich auf jeden Stempel am Gipfelkreuz. Im jugendlichen Alter widmete ich mich dem Klettern und verbrachte mehrere Ferienwochen mit Freunden in der damaligen Hochgebirgsschule Glockner-Kaprun – eine tolle Zeit!

 

Hoher Gipfel, flaches Land oder Urlaubsinsel – wo wanderst Du besonders gern?

Gipfel natürlich! Wobei der nicht hoch sein muss, ja, ich muss ihn noch nicht einmal besteigen!
Es reicht, wenn die Berge um mich herum sind. Gerade mit kleinen Kindern muss man seine Ziele vielleicht erstmal ein bisschen zurückschrauben; da ist wortwörtlich der Weg das Ziel. Und das kann wirklich eine wunderbare Erfahrung sein!

 

Welche Wanderung ist Dir besonders in Erinnerung geblieben und warum? Was bedeutet Wanderglück für Dich?

Ich liebe Wanderungen mit Sonnenaufgangs- und –untergangs-Erlebnis. Besonders gerne erinnere ich mich an so eine Wanderung in der Steiermark mit meinem Mann. Unsere Kinder waren noch recht klein, und während die bei der Oma geschlafen haben, sind wir in der Nacht aufgebrochen, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel der Schneealm zu sein. Ein einmaliges Erlebnis! Rechtzeitig zum Frühstück waren wir wieder zurück.

 

Hast Du mal einen Blog-Artikel geschrieben, in den Du besonders viel Herzblut gesteckt hast und den Du uns hier empfehlen magst?

In jedem meiner Blogartikel steckt sehr viel Herzblut. Ganz besonders auch in den Bergberichten. Da geht es mir oft so, dass ich die LeserInnen am Liebsten mitnehmen möchte auf die Reise und alles ganz genau erzähle. Zum Beispiel zu besagten Sonnenauf- und untergängen oder damals bei meiner Ausbildung zur Wanderleiterin. Da habe ich jeden Tag einen kleinen Gruss vom Berg geschickt.

 

Wie bereitest Du Dich auf Deine Wanderungen vor? Bevorzugst Du Buch und Karte oder informierst Du Dich lieber über digitale Medien?

Dafür nehme ich Bücher und Karten zur Hand; Rother Wanderführer natürlich 😉 und die klassischen Alpenvereinskarten. Wenn ich so recht darüber nachdenke, ist es mir noch nie in den Sinn gekommen, für eine Wanderung im Internet zu recherchieren (ausser Hütten!), obwohl ich ja sonst viel im Netz unterwegs bin.

 

Und Dein nächstes Ziel?

Ich möchte in den nächsten Jahren weiterhin viel mit den Kindern in den Bergen unterwegs sein und meine Leidenschaft (hoffentlich) an sie weitergeben. Ich freu mich auf gemeinsame Hüttentouren, Bergurlaube und auch auf den einen oder anderen Gipfel.

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Herzlichen Dank für das Interview – wir sind schon sehr gespannt auf Deinen persönlichen #Wanderglück-Bericht!

Was ist Wanderglück? von Stefanie von gipfel-glueck.de

Was ist Wanderglück? von Stefanie von gipfel-glueck.de

Stefanie aus der ‪#‎wanderglück‬-Jury hat sich in ihrem Blog www.gipfel-glueck.de die Frage gestellt »Was ist Wanderglück?«.
Hier kommen ihre sehr charmanten 62 Antworten auf die Fragen nach dem Warum und Weshalb…

Stefanie Dehler_Kuchen       Stefanie Dehler_Gipfelkreuz

Zu seinem 30. Geburtstag fragt sich der Bergverlag Rother, was wohl Wanderglück ist. Für den Fotowettbewerb zum gleichen Thema darf ich im Herbst in der Jury sitzen und die schönsten Wanderglück-Fotos prämieren, also habe ich mir auch einmal Gedanken gemacht, was Wanderglück wohl ist, genauso wie meine „Blogger-Jury-Kollegen“ Nadine und Martin.

Wanderglück lässt sich in einem Wort oder einem Moment oder einer Geschichte aber meiner Meinung nach gar nicht beschreiben. Mir sind nicht weniger als 62 Momente eingefallen, die Wanderglück bedeuten, und manch Wanderfreund, manche Wanderfreundin wird sich vielleicht an den ein oder anderen gemeinsam erlebten Moment erinnern!

1. ganz klar – auf einem Gipfel stehen
2. wohlbehalten wieder am Parkplatz zurück sein
3. bei einer Tour zum ersten Mal das Gipfelkreuz sehen
4. bei einer langen Tour endlich das Gipfelkreuz in greifbarer Nähe sehen
5. die ersten Krokusse des Frühlings
6. die erste Buttermilch des Sommers
7. bemerken, dass der Geheimtipp aus dem Wanderführer tatsächlich ein Geheimtipp ist
8. Dinge entdecken, die nicht im Wanderführer standen
9. wenn zufällig Musikanten am Nebentisch sitzen
10. wenn das Wetter viel besser ist als erwartet

Weiterlesen auf http://www.gipfel-glueck.de/wanderglueck-rother/!

60. Kühe, die sich gut fotografieren lassen

Stefanie Dehler_Kuh

 

#wanderglück im Reisebus, von Martin von gehlebt.at

#wanderglück im Reisebus, von Martin von gehlebt.at

Es ist der 2. September 2010, kurz nach Mittag. Ich befinde mich in einem Reisebus am Weg nach Frankfurt/Main, irgendwo in Frankreich, kurz vor Lyon. Seit über 24 Stunden verharre ich hier im Bus, einige Stunden stehen mir noch bevor. Und hier, in diesem Reisebus kurz vor dem französischen Lyon, erlebe ich mein ultimatives Wanderglück. Um dieses Glück zu erklären, muss ich etwas ausholen…

>> Weiterlesen: http://www.gehlebt.at/wanderglueck-im-reisebus/

Martin_Blog 1
Die Stimmung steigt mit Musik im Ohr.

Martin_Blog 2

Mit Kopfhörern in der spanischen Meseta.

Martin_Blog 3

Kurz vor Cee am Atlantik – das Ende des Jakobsweges ist nah.

Interview mit Martin Moser, #wanderglück-Jury

Interview mit Martin Moser, #wanderglück-Jury

Heute im Interview: Martin Moser.
Er ist passionierter (Weit)Wanderer und teilt seine (Wander)Geschichten und Tourentipps auf www.gehlebt.at.
Im November ermittelt die #wanderglück-Jury aus allen fünf erfahrenen Bloggern den Hauptgewinner unseres großen Foto-Wettbewerbs.

Martin Moser gehlebt_Portrait_wenn es zu den Bildern der andern passt                  Martin Moser gehlebt_von hinten_lieber das verwenden

 

> Hallo und herzlich willkommen! Wir freuen uns, dass Du in unserer #wanderglück-Jury bist.
Bitte stell Dich uns vor: Wer bist Du und worum geht es in Deinem Blog?

>> Ich bin der Martin und wohne im wunderschönen Bundesland Niederösterreich am Rand der Ostalpen. Von hier aus starte ich auch meine Wandertouren, die mich meist in die Alpen führen, aber auch das Flachland bleibt nicht unberührt. Außerdem besuche ich auch gerne mal andere europäische Bergwelten und bin dabei auch meist mehrere Tage unterwegs. Und um das GEHt’s eigentlich bei gehlebt.at: mehrere Tage zu Fuß wandern. Auf gehlebt.at schreibe ich über Weit- und Fernwanderwege, meist markierte Wanderwege, aber auch selbst zusammengestellte Touren, die einfach mal querfeldein durch die Landschaft führen, zählen zu meinem Wanderrepertoire. Dazu kommen noch Tagestouren im Wiener Umland, bei welchen eigentlich immer meine Vierbeinerin dabei ist. Irgendwas geht also immer, im wahrsten Sinn des Wortes.

 

>Wenn Du Dich mal zurückerinnerst an Deine Wanderungen, die Du als Kind mit Deinen Eltern unternommen hast: Top oder Flop? Wie bist Du überhaupt Wanderfan geworden?

>> An Wanderungen mit meinen Eltern kann ich mich gar nicht erinnern, weil es keine gegeben hat. Wir unternahmen zwar viele Ausflüge in die Bergwelt, doch kam die Bewegungstätigkeit kaum über Spaziergänge hinaus. Meinen ersten Klettersteig und auch ersten Gipfelsieg konnte ich als 14-jähriger mit meinen älteren Geschwistern erleben, danach war aber wieder einige Jahre Pause. Erst im Alter von 23 Jahren verliebte ich mich so richtig ins Wandern, nachdem ich über einen Monat durch Nordspanien am Jakobsweg unterwegs war. Seitdem habe ich wohl die Kilometer, welche in früheren Jahren nicht gemacht wurden, schon längst wettgemacht. 🙂

 

> Hoher Gipfel, flaches Land oder Urlaubsinsel – wo wanderst Du besonders gern?

>> Sehr schwierige Frage, weil es irgendwie kein „besonders gern“ gibt. Jedes Terrain hat seine Besonderheiten und seine Eigenheiten, die erkundet werden wollen. Ich wandere gerne an Küstenwegen, genieße den Aufstieg und die Weite der Bergwelt und kann mich auch im Flachland wohl fühlen. Tja, die Frage habe ich jetzt wohl im Stile eines Politikers beantwortet.

 

> Welche Wanderung ist Dir besonders in Erinnerung geblieben und warum? Was bedeutet Wanderglück für Dich?

>> Natürlich fällt mir hier sofort meine Wanderung am Jakobsweg ein. Aber abgesehen von diesem Pilgerweg, denke ich immer wieder an meine Tour im Dinarischen Gebirge an der Grenze zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina zurück. Ich war alleine unterwegs, reiste mich dem Nachtzug an, wanderte auf den Gipfel des Dinara und in Dunkelheit wieder retour und fuhr mit dem Nachtzug wieder in die Heimat. Zwischen An- und Abfahrt lagen eine Wegstrecke von 50 Kilometer und 1.600 Höhenmeter, vollbepackt mit einem schweren Rucksack (Proviant, drei Liter Wasser und Biwaksachen hatte ich dabei) und einem von der Nachtfahrt müden Körper. Es war der anstrengendste Tag meines Lebens und zu guter Letzt verwechselte ich im Bahnhofshop einen Apfelsaft mit einem Apfelsirup, nachdem ich schon am Aufstieg auf den Gipfel das ganze Wasser verbraucht hatte. Als ich meinen Fehlkauf bemerkte, war natürlich kein Mensch mehr am Bahnhof. Am Heimweg im Zug in Österreich traf ich dann zufällig eine gute Freundin, mit welcher ich erst drei Wochen zuvor auf der Zugspitze gestanden hatte. Das war für mich ein perfekter Abschluss einer unglaublichen Wandertour und das absolute Wanderglück – auch wenn ich schon wieder kurz vor meinem Zuhause war.

 

> Hast Du mal einen Blog-Artikel geschrieben, in den Du besonders viel Herzblut gesteckt hast und den Du uns hier empfehlen magst?

>> Ich habe im Mai 2015 an einer 24-Stunden-Wanderung im Rheinland-Pfalz teilgenommen. Dabei habe ich so viele wunderbare Menschen getroffen und durfte auf dieser 80km langen Wegstrecke meine persönlichen Grenzen kennenlernen. Es war für mich eine fabelhafte Erfahrung, und obwohl es zum Schluss schon eine richtige Qual war, verspürte ich immer eine Freude in mir. Und diese Freude habe ich in den Blog-Artikel über die 24-Stunden-Wanderung verpackt. http://www.gehlebt.at/24-stunden-wanderung-am-moselsteig-eine-freudvolle-grenzerfahrung/

 

> Wie bereitest Du Dich auf Deine Wanderungen vor? Bevorzugst Du Buch und Karte oder informierst Du Dich lieber über digitale Medien?

>> Ich bin ein Kartenmensch. Wenn ich eine Tagestour in Niederösterreich vorhabe, suche ich mir eine Wanderkarte raus, blicke ein bisschen durch die Gegend und suche mir dann interessante Wege und Ziele aus. Wenn diese dann noch gut öffentlich erreichbar sind, steht dem Vergnügen nichts mehr im Wege. Wanderbücher verwende ich, um mich in eine Region einzulesen und bestimmte Wanderziele vorgeschlagen zu bekommen, doch unterwegs bin ich dann doch nur mit einer Karte. Bei langen Wegstrecken bevorzuge ich Wanderbücher, wenn es von diesen Wegen welche gibt. Interessanterweise, jetzt wo ich darüber nachdenke, informiere ich mich fast gar nicht über digitale Medien. Tourenportale besuche ich eigentlich gar nie, Outdoor- und Wanderblogs suche ich jedoch schon auf, da sie persönliche Erfahrungen widerspiegeln.

 

> Und Dein nächstes Ziel?

>> Ich weiß es eigentlich nicht. Derzeit habe ich eine Phase, in welcher ich einfach mal gerne lebe und nicht wirklich ein Ziel vor Augen habe. Spontane Entscheidungen treffen, mal hier auf den Berg, mal hier wieder ein paar Tage unterwegs sein. Es kommt schon wieder die Zeit, in welcher ich mir Ziele vornehme (wie z.B. wieder einen europäischen Landeshöhepunkt), aber im Moment genieße ich das Leben ohne Ziele.

 

> Vielen Dank für das Interview, lieber Martin! Wir sind schon sehr gespannt auf Deinen #wanderglück-Bericht!
Ab Donnerstag, 16. Juli, auf www.gehlebt.at.

#wanderglück(s)–Geschichten aus dem Bergverlag

#wanderglück(s)–Geschichten aus dem Bergverlag

Heute teilt Regina aus dem Marketing ihr #wanderglück mit uns:

»Osterurlaub mit Freunden in Gramais/Tirol.
Ganz optimistisch hatten wir uns alle auf erste Frühlingstouren durch saftige Almwiesen gefreut – dann kam der Schnee… haufenweise!
Macht nix: Gamaschen drübergezogen und raus in den glitzernden knirschenden Schnee.«

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