Auch das Team vom Rother Bergverlag macht mal Urlaub! Dabei müssen es nicht immer die Berge sein, wir dürfen auch mal ans Meer und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen! Aber so den lieben langen Tag nur faulenzen geht natürlich auch nicht, vor allem nicht mit Kindern im Gepäck. Regina aus dem Rother Team erklimmt zusammen mit ihrer Familie auf einer abenteuerlichen Wanderung den Obzova 569 m, den höchsten Punkt der Insel Krk.

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Sehnsuchtsort: Insel Krk

Aber erst einmal der Reihe nach. Unser Urlaubsziel für die Sommerferien stand schnell fest: die Insel Krk! Nach einer gefühlten Ewigkeit bestehend aus Homeschooling, Homeoffice, verregneten Sommerwochen und dem gähnenden Alltagstrott hatten wir alle eine derartige Sehnsucht nach Sonne, Meer und unserer kroatischen Lieblingsinsel. Auf Krk geht es uns Vieren immer gut. Wir lieben diese vielseitige und ursprüngliche Insel mit ihren versteckten Buchten, dem glasklaren und türkisschimmernden Wasser, den kargen Bergen und den sympathischen Inselbewohnern. Hier kann man sich so richtig entschleunigen und treiben lassen.

Nach den ersten faulen Urlaubstagen am und im türkisblauen Meer, wollten wir uns die Insel mal von oben anschauen und wandern gehen. Wir waren schon zweimal zuvor auf Krk, doch auf den höchsten Punkt, den Gipfel des Obzova mit 569 m, hatten wir es mit unseren Mädels bisher noch nicht geschafft. Das Wetter war bewölkt und durchwachsen angekündigt, beste Voraussetzung für eine abenteuerliche Wanderung mit der ganzen Familie!

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Viele Wege führen auf den Obzova, den höchsten Punkt der Insel Krk

Als Ausgangspunkt hatten wir uns das kleine Dorf Draga Bašćanska ausgesucht. Der idyllische und geschichtsträchtige Ort mit seinen historischen Kirchen und Kapellen liegt an der Hauptstrecke nach Baška. Die Straße dorthin führt durch das saftig grüne Tal von Baška, links und rechts der Straße tun sich karstige Gebirgszüge auf. Der Wanderparkplatz im Ort ist gut ausgeschildert und schon konnten wir gut gelaunt und voller Tatendrang unsere Wanderung auf den Obzova beginnen.

Die ersten hundert Meter wanderten wir auf einem Forstweg , doch schon gleich fanden Feline und Alma die ersten Wegmarkierungen, die auf einem kleinen Steig durchs Gestrüpp führten. Und sofort hatten wir den Geruch von wilder Pfefferminze und saftigem Moos in der Nase. Je höher wir kamen, umso trockener und felsiger wurde es. Vor allem die Passage über große, glatte Steinplatten weckte unsere Entdeckerlust – unzählige kleine Fossilien lagen auf dem Weg herum. Je genauer wir schauten, desto mehr dieser magischen Versteinerungen fanden wir. Die Rucksäcke und Hosentaschen wurden bis zum Rand damit befüllt. Nachdem wir die erste halbe Stunde gewandert waren, wurden wir mit den ersten Ausblicken ins Tal und bis zum Meer hin nach Baška belohnt.

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»Wo ist denn jetzt dieser Gipfel?«

»Wann sind wir endlich da?« Diese zwar oft berechtigte und darum auch so nervige Frage kennen alle Eltern! Bei vielen Touren sieht man schon von weitem den Gipfel und kann damit die kleinen Bergfexn‘ motivieren. Doch solch klassische Gipfel, wie sie die Mädels aus unserer Heimat dem Chiemgau kennen, gibt es auf der Insel Krk nicht. Wir wanderten nun schon mindestens eine Stunde . Nachdem wir aus der Baumgrenze empor kamen und nach jeder weiteren Kurve dachte auch ich mir im geheimen »Wo ist denn jetzt dieser Gipfel?«. Doch gerade die unbekannte und unvorhersehbare Wegführung macht diese Wanderung auf den Obzova besonders. Hinter jeder Biegung tun sich neue Felsszenarien und fantastische Aus- und Weitblicke auf. Nach einer kleinen Stärkung am Wegweiser zum Gipfel sind wir uns ganz sicher, dass wir es bald geschafft haben!

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Auf der Zielgeraden zum Obzova an zotteligen Schafen vorbei

Nachdem es dann doch noch eine gute Weile auf steilen und engen Pfaden durch die karstige Felslandschaft ging, kamen wir mir nichts dir nichts ganz überrascht auf einer Hochebene heraus: stille Weite, grüne Wiesen, durchzogen von alten und beeindruckenden Steinmauern, leuchtender Horizont. Und auf einmal hörten wir in diese Stille hinein ein »Määhhh«. Mindestens 30 zottelige Schafe standen unter knorrigen Olivenbäumen und frassen das dürre Gras. Etwas verängstigt und verdutzt schauten sie uns nach.

Wir machten uns weiter auf die Suche nach Markierungen. Jetzt war unser Ziel, der Obzova, auf einmal ganz nah. Der Weg führte über die trockenen Wiesen und an Steinmauern entlang stetig höher und eröffnete uns Schritt für Schritt einen gigantischen Rundumblick. Und auf einmal sahen wir einen aufgehäuften Steinhaufen, konnte das etwa der Gipfel sein? Ja, wir waren endlich da! Nach drei Gehstunden hatten wir Vier unser Ziel erreicht und ließen uns am Obzova, dem höchsten Punkt Krks, den Wind um die Nase wehen. Was für eine Wahnsinns-Aussicht, was für eine Rundumsicht! Von hier oben konnten wir viele bekannte Orte und Buchten erkennen:
»Punat müsste doch von diesem Gebirgszug verdeckt sein und das müsste doch die Bucht Oprna Bay bei Stara Baška sein? Hier sieht man ja bis Mala Luka und das hier ist doch die Bucht von Baška ? …«

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Auf der Insel Krk im Wanderglück

So staunten wir noch eine ganze Weile auf die Insel herab und verputzen winddicht eingepackt unsere mitgebrachte Brotzeit. Dann wurde es uns doch zu kalt und wir machten uns an den Abstieg. Wir wanderten auf derselben Route zurück, auf einmal fühlte sich der Wanderweg ganz kurz an … Je weiter wir abstiegen, umso wärmer wurde es. Zum Glück hatten wir die Badesachen schon in weiser Voraussicht im Kofferraum verstaut. Wir wollten unbedingt noch einen Abstecher zu unserer »Piraten« Bucht machen – aber die liegt am anderen Ende von Krk und bleibt unser Geheimnis.

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Eckdaten zur Wanderung auf den Obzova, 569 m

Gehzeit:
Wir wandern doch länger als gedacht. Gestartet sind wir Mittags vom Ausgangspunkt Draga Bašćanska und zurück am Auto waren wir am frühen Abend. Plus/Minus 5 Stunden.

Hm:
Ausgangspunkt Draga Bašćanska 51 m / Gipfel Obzova 569 m. Bei dem ständigen Rauf und Runter mit Kids würden wir nochmal 50 hm draufpacken. 😉

Schwierigkeit:
Eine abwechslungsreiche und abenteuerliche Tour, für Groß und Klein gut machbar! Deutliche Markierungen auf guten Schotter- und Hirtenwegen. Auf der Hochebene teils weglos und über schroffe Steine. Oben am Gipfel kein Schatten und kein Windschutz.

Equipment:

Gummibärchen, frische Feigen (werden auf der Insel gerne am Straßenrand verkauft), Fleece und winddichte Jacke (da oben pfeifft es ganz schön), genügend und vorallem leckere Brotzeit.😉

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Mein Buchtipp: Rother Wanderführer »Istrien. Mit Kvarner-Buch, Krk, Cres und Lošinj«

In unserem Rother Wanderführer »Istrien. Mit Kvarner-Bucht, Krk, Cres und Lošinj« wird eine weitere, sehr empfehlenswerte Tour auf den höchsten Gipfel der Insel Krk beschrieben. Ausgangspunkt hier ist die Hafenstadt Punat. Die Wanderung führt von Punat aus in etwas über drei Stunden Gehzeit über den Gipfel Veli Vrh zum Ziel. Der Ausblick von hier oben ist und bleibt überwältigend! Der Abstieg verläuft auf einem alternativen Wanderweg, so dass eine schöne Rundtour entsteht. Der Rother Wanderführer präsentiert insgesamt 50 Touren aller Schwierigkeitsgrade und für jeden Geschmack!

Regina ist im Rother Bergverlag im Bereich Marketing tätig und lebt mir ihrem Mann und ihren beiden Töchtern im wunderschönen Chiemgau. Da Mama und Papa gerne wandern und viel in den Bergen unterwegs sind, müssen auch Feline und Alma mit. Die beiden Mädels lieben vorallem abenteuerliche Steige und nicht zu schwierige Kraxeleien, Forststraßen sind eher doof. Regina ist am liebsten auf stillen Wegen und vergessenen Gipfeln unterwegs und hat immer einen Gipfelschnaps im Rucksack verstaut!

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Neugierig auf weitere Touren aus unserem Rother Team?
>> Dann könnt Ihr hier in der Rubrik Team on Tour weiterlesen.<<

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