Urwald in Deutschland

Urwald in Deutschland

Man muss gar nicht weit reisen, um einzigartige Natur, grüne Oasen und sogar Urwald zu erleben: In Deutschland gibt es naturbelassene Wälder, die zu entdecken ein ganz besonderer Reiz ist. Sie sind perfekte Ziele für einen Wanderurlaub in naturbelassener, teilweise wieder neu entstehender Wildnis in der Heimat.

Thüringen – Nationalpark Hainich

Die Betteleiche im Nationalpark Hainich, © Sabine Gilcher, Rother Wanderführer »Thüringen Mitte / Nord«

Der Hainich war jahrzehntelang mili­tärisches Sperrgebiet. Dadurch wurden große Bereiche des Waldes kaum betreten und nicht genutzt, sodass sich dort der Wald ungestört entwickeln konnte. Alte Buchenwälder, wie sie sich in Europa nach der letzten Eiszeit ausgebreitet hatten, sind zunehmend selten. 2011 wurden daher fünf alte Buchenwälder in Deutschland, darunter der Hainich, zu UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Auch für Tiere wie die Wildkatze ist der Nationalpark ein perfektes Rückzugsgebiet, um sich zu entfalten. Aktuell leben hier ca. 40 Exemplare.


Zu Fuß lässt es sich wunderbar durch diese Baumwildnis streifen. Im Rother Wanderführer »Thüringen Mitte / Nord« sind u.a. Wanderungen im Nationalpark detailliert und mit allen Infos beschrieben.


Schwarzwald – Nationalpark Schwarzwald

Der Fischfelsenwasserfall, © Martin Kuhnle, Rother Wanderbuch »Nationalpark Schwarzwald«

Seit 2014 gibt es den Nationalpark Schwarzwald. Hier darf sich der Urwald von morgen entwickeln und der Wanderer erlebt die Natur ohne den Eingriff menschlicher Tätigkeit. Auf unterschiedlichen Touren – von der gemütlichen Familien-Nachmittagsrunde bis zur fordernden Bergwanderung – lassen sich hier alle Aspekte des Waldes erleben.

Im Rother Wanderbuch »Nationalpark Schwarzwald« führt der Autor kenntnisreich durch diese wiedergewonnene Wildnis. Zahlreiche Infoboxen beschreiben zudem Wissenswertes zu Geschichte, Geologie und vielem mehr. Spannende Wanderungen zu geologisch interessanten Naturphänomenen im Schwarzwald bietet zudem das Rother Wanderbuch »GeoWandern Schwarzwald«


Bayerischer Wald

Im Lixenrieder Felsenlabyrinth, © Eva Krötz, Rother Wanderbuch »Wilde Wege Bayerischer Wald«

Der vor 40 Jahren gegründete Nationalpark Bayerischer Wald ist ein Paradebeispiel für naturbelassenen Wald, der sich selbst überlassen bleibt. In seinen Wildschutzgebieten konnte sogar der scheue Luchs wieder angesiedelt werden. Einen ganz besonderen Blick auf den Wald erlebt man auf dem Baumwipfelpfad, der in 44 Meter Höhe eine einzigartige Perspektive bietet.

Viele spannende Touren finden sich im Rother Wanderführer »Bayerischer Wald« sowie im Rother Wanderbuch »Wilde Wege – Bayerischer Wald«.


Urwaldinsel Vilm

Im Rügischen Bodden beherbergt die kleine Insel Vilm einen der wildesten Wälder Deutschlands: Seit über 480 Jahren wurde in dem uralten Wald aus Buchen, Eichen und Ulmen kein Baum mehr gefällt! Die Insel war bei den Malern der Romantik entsprechend beliebt. Das ehemalige Ferienheim der DDR-Staatsregierung dient heute als Naturschutzakademie. Die Insel ist Teil des Biosphärenreservats Südost-Rügen und kann im Rahmen einer geführten Exkursion besucht werden.

Infos zum Besuch über das Buchungsbüro Vilm-Exkursionwww.vilmexkursion.de

Schirm-/Stieleiche im Biosphärenreservat Lauterbach am Rügischen Bodden, © Rolf Goetz, Rother Wanderführer »Rügen«

Auch sonst bietet die Ostseeinsel Rügen mit ihren berühmten Kreidefelsen sowie grünen Alleen, stillen Buchenwäldern und schönen Stränden eine attraktive Wanderlandschaft. Zwei Nationalparks, ein Biosphärenreservat und etliche Natur- und Vogelschutzgebiete laden zu ausgedehnten Exkursionen ein. 50 besonders lohnende Wanderziele stellt der Rother Wanderführer »Rügen« vor.


Brockenurwald Harz

Auf dem Goetheweg, © Bernhard Pollmann, Rother Wanderführer »Harz«

Die grünen Berge des Harzes sind ebenso wie der Bayerische Wald und die Wälder des Elbsandsteingebirges Überreste riesiger Urwälder, die es in Europa einmal gegeben hat. Markant überragt die grüne Waldinsel mit dem Gipfel des Brocken das weite Norddeutsche Tiefland und ist ebenfalls als Nationalpark geschützt. Zahlreiche schöne Wanderungen lassen sich hier unternehmen und als abwechslungsreicher Urlaub mit den vielen Kulturschätzen in dieser Gegend kombinieren.

Ob zu Teufelsmauer und Hexentanzplatz, auf Goethes Spuren auf den Brocken oder durch das romantische Ilsetal – zahlreiche Touren finden sich im ROTHER Wanderführer »Harz«.


Elbsandsteingebirge – Sächsische Schweiz

Blick von der Kipphornaussicht auf die Schrammsteine, © Franz Hasse, Rother Wanderführer »Elbsandsteingebirge«

Bizarre Felstürme, schroffe Sandsteinwände, tiefe Schluchten und atemberaubende Panoramen – dafür ist das Elbsandsteingebirge bekannt. Die Felstürme ragen dabei aus vielfältigen Wäldern heraus. Dank des Nationalparks Sächsische Schweiz haben sich hier naturnahe Kiefernwälder, Buchenwälder sowie artenreiche Waldmeister-Buchen-Wälder und Sandstein-Schluchtwälder entwickelt.

Die Wandermöglichkeiten in der Region sind äußerst vielfältig – von beschaulichen Spaziergängen in den grünen Auenwäldern der Elbe bis zu bestens versicherten Steigen in der bizarren Türmewelt der Sandsteinfelsen. Dazu überall nette Einkehrmöglichkeiten und ganz in der Nähe die Kulturstädte Dresden und Meißen – so lässt sich Urlaub in Deutschland wahrlich genießen. 59 Wanderungen und viele Tipps gibt es im Rother Wanderführer »Elbsandsteingebirge«.

Facebook