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Juni 2021

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Franziska Rößner stellt Euch in diesem Beitrag ihr perfektes Wander- und Entspannungs-Wochenende mit ihren Hunden Vreni und Selma im Vogtland und Erzgebirge vor.

Franziska Rößner ist Wanderführerin und Autorin zahlreicher Bücher aus unserer »Wandern mit Hund«-Reihe. Immer an ihrer Seite sind ihre beiden wanderbegeisterten Berner Sennenhündinnen Vreni und Selma. Die drei sind ein echtes Dreamteam beim Wandern.

Gerade ist Franziskas neues Wanderbuch „Wandern mit Hund Erzgebirge – Vogtland“ erschienen. Noch mehr Tipps zum Wandern mit Hund haben wir hier gesammelt und zeigen euch auch, wie man sich bei Begegnungen von Hunden und Kühen verhält.

Edelsteine, Geysire und jede Menge Wald

Endlich Freitag. Meine Arbeit im Büro habe ich heute etwas früher beenden können, und nun liegt ein entspanntes Wochenende mit einigen Wanderungen im Erzgebirge und Vogtland vor uns. Die Sachen habe ich bereits gestern Abend ins Auto gepackt, so dass wir heute pünktlich zu unserem Wochenend-Trip ins Vogtland aufbrechen können.

Auf ins Vogtland

Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichen wir den idyllischen kleinen Wohnmobil- und Wohnwagen-Stellplatz am Gläsernen Bauernhof in Markneukirchen. Das Städtchen im Elstergebirge, einem Teil des Vogtlandes, in dem die Weiße Elster entspringt, ist bekannt für die Tradition des Musikinstrumentenbaus. Diese reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, als sich im Zuge der Gegenreformation Protestanten aus dem benachbarten Böhmen hier ansiedelten und die Kunst des Geigenbaus mitbrachten. 

Unzählige Musikinstrumente wurden seither in kleinen und größeren Handwerksbetrieben der mittlerweile als Musikwinkel bekannt gewordenen Region hergestellt und vom Vogtland aus in die ganze Welt verschickt. Interessierte können im Musikinstrumentenmuseum der Stadt mehr als 4000 Instrumente bewundern und sich über die Geschichte des Musikinstrumentenbaus im Vogtland informieren.

Nach einer kleinen Wanderung im Wald, der sich direkt an den Campingplatz anschließt, sind schließlich auch unsere Freunde mit ihrem Campingbus am Gläsernen Bauernhof im Vogtland eingetroffen. Wir haben einen wunderschönen Stellplatz mit Blick auf den kleinen Angelteich, in dem sich Bachforellen, Lachsforellen und Bachsaiblinge tummeln. Mittlerweile taucht die Abendsonne das gegenüberliegende Ufer in ein warmes, goldenes Licht. Auf dem Grill brutzeln unsere Steaks, und wir sitzen im Liegestuhl und genießen die abendliche Ruhe. Was für ein Wochenausklang!

Wanderung auf den Schneckenstein – den Topas-Felsen

Am nächsten Morgen sind wir schon früh auf den Beinen. Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee breitet sich über unserer Sitzecke aus, und die knackigen Bäckerbrötchen mit hausgemachter Marmelade vom Gläsernen Bauernhof stärken uns für den Tag. Heute wollen wir einen ganz besonderen Felsen erkunden. Der Schneckenstein bei Klingenthal im Vogtland am Fuß des Erzgebirges ist das steinerne Ziel unserer Wanderung

Berühmtheit erlangte der Schneckenstein bei Klingenthal durch sein Vorkommen an Topasen, die bereits 1727 hier entdeckt und seither auch abgebaut wurden. Sie zieren unter anderem die englische Königskrone und zahlreiche Schmuckstücke des sächsischen Königs August des Starken. Die Edelsteine sind auch der Grund dafür, dass der Felsen heute nur noch ein Drittel seiner ursprünglichen Größe hat. 

Gegen einen kleinen Obolus kann man sein Gipfelplateau erklimmen. Vor allem Vreni liebt es, die hohen, teils rutschigen Felsstufen hinauf zu kraxeln und in luftiger Höhe über die Gitterbrücke zum Aussichtspunkt in den Wäldern über Klingenthal zu stolzieren. Der Rest der Tour ist leicht zu bewältigen. Die ausgedehnten Wälder des Vogtlands bieten auf der Wanderung reichlich Schatten, und am Floßteich können sich die Hunde im kühlen, klaren Nass erfrischen. Perfekt für einen heißen Sommertag wie heute.

Vogtländische Abende

Den Abend verbringen wir wieder auf dem Campingplatz. Hier ist es nicht nur ruhig und idyllisch, sondern auch unsere Hunde sind gern gesehene Gäste und dürfen sich (fast) überall frei bewegen. Ein paar Wohnmobile weiter verbringt eine Gruppe von Musikern ihr Wochenende. Sie sitzen am Lagerfeuer, spielen auf ihren Gitarren und singen Hits der 70er und 80er. 

Ich nehme mir meinen Hocker und setze mich dazu. Auch andere Campinggäste gesellten sich zur musizierenden Runde. So vergeht die Zeit, bis der Platzwart dem Treiben Einhalt gebietet. Schade, aber es hat sich wohl jemand bei ihm beschwert. So lege ich mich ins Dachbett meines Busses und lasse den Tag Revue passieren. 

Am nächsten Morgen werde ich vom gleichmäßigen Trommeln des Regens auf dem Dach geweckt. Der vogtländische Himmel ist wolkenverhangen, und die Luft ist feucht. Wir sitzen unter der Markise und lassen uns das Frühstück schmecken. Eine Stunde später hört es auf zu regnen, und die Sonne kämpft sich durch die Wolken. Wir packen unsere Sachen zusammen und verlassen den kleinen Campingplatz – allerdings nicht, ohne uns vorher noch im Hofladen mit einigen süßen und herzhaften Leckereien aus dem Vogtland einzudecken.

Geysire im Naturreservat Soos

Da unsere Freunde am heutigen Sonntag leider keine Zeit haben, brechen Vreni, Selma und ich alleine zur nächsten Wanderung auf. Im Egerbecken auf der böhmischen Seite des Vogtlandes soll es Geysire geben. Das müssen wir uns unbedingt aus der Nähe anschauen. Auf einer schmalen Straße, die kaum breiter ist als unser Auto, überqueren wir den Gebirgskamm mitsamt der tschechischen Grenze und kommen nach kurzer Zeit nach Skalná. Das kleine Städtchen an der Burg Wildenstein ist Ausgangspunkt für unsere heutige Wanderung. 

Wir verlassen die Stadt und folgen einer von alten Bäumen gesäumten Dorfstraße. Verfallene Höfe bringen meine Gedanken ins Fließen. Was sie wohl alles schon erlebt haben? Nach einiger Zeit kommen wir an ein buckeliges Schmalspurgleis. Auf ihm zuckelte einst eine kleine Werkbahn durch die Wälder bei Kateřina. Sie brachte die im Tagebau gewonnenen Tone und Sande zum Bahnhof nach Nový Drahov. Heute verkehrt auf einem Teil der Strecke eine kleine Museumsbahn. 

Geysire im Moor

Wenig später erreichen wir das Ziel unserer Wanderung, das Naturreservat Soos. Auf Knüppeldämmen wandern wir durch eine einzigartige Moorlandschaft. Hier soll es also Geysire geben?! Je tiefer wir bei der Wanderung ins Moorgebiet eindringen, umso häufiger vernehmen wir das Sprudeln und Glucksen der zahlreichen Mineralquellen. Mal klingt es, als würde man über einen riesigen Whirlpool laufen, mal erinnert das Blubbern des Moores an Pudding, der im Topf köchelt. 

Vulkanisches Vogtland

Starke tektonische Kräfte am Rande des Eger-Grabens im Dreiländereck zwischen Bayern, Sachsen und Böhmen befördern vulkanische Aktivitäten in der Tiefe, die zu Entgasungen von Kohlendioxid an der Erdoberfläche führen. Die aufsteigenden Gase und Mineralwässer werden schon seit Jahrhunderten in den umliegenden Kurbädern genutzt. Auch wenn hier im Sooser Moor keine Wasserfontänen in die Höhe schießen, wie man sich das bei einem Geysir vorstellt, bin ich dennoch tief beeindruckt von diesem magischen Ort

Auf dem Rückweg durchstreifen wir wieder typische böhmische Landschaften. Herrschaftliche Häuser, die ihre besten Jahre längst hinter sich, jedoch nichts von ihrem ursprünglichen Charme verloren haben, kleine Kapellen und Wegkreuze, die in den letzten Jahrzehnten liebevoll wieder hergerichtet wurden, und Schlossruinen, deren Mauerreste sich die Natur Stück für Stück zurück erobert. Schließlich erreichen wir unseren Ausgangspunkt der Wanderung in Skalná, und so geht wieder einmal ein ganz besonderes und wunderschönes Wanderwochenende zur Neige. 

Hier noch einmal Franziskas persönliche Tipps für ein Wanderwochenende im Vogtland

Übernachten: https://glaeserner-bauernhof.de/
Ansehen: https://museum-markneukirchen.de/
Wandern zwischen Geysiren: https://www.kamennevrchy.cz/de/pamatky-a-zajimavosti/narodni-prirodni-rezervace-soos/
Infos rund um den Urlaub mit Hund im Vogtland: https://www.vogtland-tourismus.de/de/p/urlaub-mit-hund/49997164/  (hier findet Ihr u.a. hundefreundliche Unterkünfte mit Pfoten-Klassifizierung)

Franziska-Roessner mit ihren beiden Hunden Vreni und Selma
Franziska-Roessner mit ihren beiden Hunden Vreni und Selma

„Wandern mit Hund – Erzgebirge – Vogtland“ ist nicht Franziskas erstes Wanderbuch. Auch für das Elbsandsteingebirge und für Südtirol hat sie tolle und empfehlenswerte Wanderungen für Hund und Frauchen bzw. Herrchen zusammengestellt.

Auf ihrer Website www.bergwandern-mit-hund.de liefert sie außerdem viele tolle Ideen für Urlaub bzw. Wanderungen mit Hunden und Tipps für hundefreundliche Unterkünfte.

Weitere Artikel zum Thema »Wandern mit Hund«:
Hunde und Kühe – diese 5 Tipps helfen Dir auf Deiner Wanderung
Unterwegs auf vier Pfoten – Tipps und Tricks fürs Wandern mit Hund

Auszeit! Einmal zu Fuß über den Alpenhauptkamm wandern, mehrere Tage durch die Alpen von Hütte zu Hütte, Etappe für Etappe, weit weg von Alltagssorgen und dem Trubel im Tal nur sich selbst und die Natur erfahren – das ist ein einmaliges Erlebnis! Auf einer Alpenüberquerung kann man wunderbar die Einfachheit genießen, das Gehen, und natürlich auch das Ankommen auf gemütlichen Hütten, mit netten Begegnungen und oftmals überwältigenden Sonnenauf- und -untergängen so hoch oben. 

Doch welche Route soll man wählen?

Wieviele Tage sich Zeit nehmen? Da gibt es beliebte Klassiker über den Alpenhauptkamm wie den Fernwanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran, aber es bieten sich auch andere Routen an. Einige unserer Autoren haben sich auf die Suche nach ebenso spannenden wie auch einsameren Alternativen gemacht, auf denen man in gut eingeteilten Etappen die Alpen überqueren kann. Je nach Dauer, Höhenmetern und Schwierigkeit kann man so die für die eigene Kondition und gewünschte Anzahl Tage die passende Route über die Alpen wählen. 

Der Klassiker: E5 Oberstdorf – Meran (Konstanz – Verona)

Der Fernwanderweg E5 ist wohl die bekannteste und beliebteste Alpenüberquerung. In 31 Etappen von Hütte zu Hütte geht es von Konstanz am Bodesee über den imposanten Alpenhauptkamm bis ins italienische Verona. Die meisten beschränken sich allerdings auf die Variante von Oberstdorf bis Meran: In nur sechs Etappen wandert man hier durch die Alpen:

Vom lieblichen grünen Allgäu über hohe Pässe mit eindrucksvollen Gletscherblicken und glasklaren Bergseen bis ins genussreiche Südtirol. In Meran erwartet einen nach den vielen Höhenmetern mediterranes Klima und italienisches Urlaubsflair – der perfekte Abschluss einer beeindruckenden Bergwoche und das perfekte Gegenstück zu Oberstorf.

Direkt zum Wanderführer “Alpenüberquerung E5”

Südtirol #2: Meraner Höhenweg

Zwar nicht komplett die Alpen überquerend, aber ebenso eindrucksvoll am Alpenhauptkamm entlang führt der Meraner Höhenweg in 5 bis 6 Tagen einmal rund um die bzw. durch die Texelgruppe hoch über Meran. Aus dem südlich-warmen Tal bei Rabland, Partschins, mit seinen sonnigen Weinhängen, geht es auf den ersten Etappen etliche Höhenmeter hinauf in Hochgebirgsregionen rund um die Stettiner Hütte am Eisjöchl, mit 2.900 Metern dem höchsten Punkt der Runde (am Übergang ins benachbarte Schnalstal).

Auf der Route bieten sich immer wieder malerische Bergbauernhöfe für eine genüssliche Einkehr, übernachtet wird mal auf Hütten, auf Almen und in Pensionen. Der Rother Wanderführer beschreibt die klassischen Etappen ebenso wie mögliche Unterteilungen und Varianten sowie zahlreiche Gipfelabstecher.

Direkt zum Wanderführer

Kurz und knackig: Alpenüberquerung von Berchtesgaden nach Lienz

Während viele Transalp-Klassiker oft schon überlaufen sind, haben unsere Autoren eine neue Route über die Alpen auskundschaftet abseits der Massen, die alle Wünsche an eine Alpenüberquerung erfüllt: Landschaftserlebnis, nette Hütten, überschaubarer Aufwand. Im Rother Wanderführer »Alpenüberquerung Berchtesgaden – Lienz« präsentieren sie ihre »Entdeckung«.

Auf den Etappen vom Königssee am Fuß des Watzmanns durch das Steinerne Meer in den Berchtesgadener Alpen, über die Salzburger Schieferberge, die Hohen Tauern mit dem Großglockner als Highlight und die stille Schobergruppe bis in die »Sonnenstadt« Lienz mit ihrem südlichen Flair zeigen die Ostalpen ihre schönsten Seiten.

Die Hauptroute über den Alpenhauptkamm ist gut in neun bis zehn Tagen zu schaffen; für ambitionierte Bergsteiger gibt es Tipps für anspruchsvollere Varianten, mehr Höhenmetern und Gipfelbesteigungen. Und falls das Wetter mal nicht mitspielt: Auch alternative Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten werden beschrieben.

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Alpenüberquerung bequem: Tegernsee – Sterzing

Eine leichte Alpenüberquerung für Genusswanderer: Die Route»Tegernsee – Sterzing« ist eine ideale Alpenüberquerung für all jene, die schon immer davon geträumt haben, sich aber bisher nicht getraut haben, zu Fuß über die Alpen zu gehen. In nur neun leichten bis mittelschweren Etappen geht es von Gmund am Tegernsee über den Alpenhauptkamm nach Österreich und Italien.

Dabei geht es jeden Tag durch neue Bergwelten der Alpen: das liebliche Alpenvorland rund um den Tegernsee, die faszinierende Welt der Tuxer und Zillertaler Alpen und am Ende das fast mediterran anmutende Südtiroler Städtchen Sterzing. Alpine Erfahrungen sind bei den Etappen nicht zwingend notwendig – auf guten Wegen und Steigen geht es in moderate Höhen. Übernachtet wird meist in Pensionen im Tal. Wer ganz unbeschwert wandern und genießen möchte, bucht eine Pauschale mit Gepäcktransport.

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Genuss pur in Kärnten – Slowenien – Italien: Der AlpeAdriaTrail

Der AlpeAdriaTrail ist weit mehr als ein Weitwanderweg durch die Alpen: Er ist eine genussvolle und erlebnisreiche Entdeckungsreise durch die Regionen Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch Venezien und zugleich ein kulturelles und kulinarisches Erlebnis.

Am Fuß des Großglockners beginnt der rund 650 Kilometer lange Weg mit Blicken auf die Gletscherberge der Hohen Tauern. Weiter verläuft der AlpeAdriaTrail gemütlich durch die Kärntner Berg- und Seenwelt, durchstreift Slowenien mit der sagenhaft türkiesblauen Soca und dem Triglav-Nationalpark, und führt schließlich über die Weinberge Friauls an die Adria bei Triest. Der Rother Wanderführer »AlpeAdriaTrail« stellt alle 41 Etappen mit seinen über 20.000 Höhenmetern, allen Infos, Tipps zu Kulinarik und Sehenswürdigkeiten vor.

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Tourenplanung leicht gemacht: Alpenüberquerungen und Fernwanderwege mit den Rother Wanderführern

Welche Route für die Alpenüberquerung will man wählen? Wieviele Tage, wieviele Etappen und welche Schwierigkeit kann man sich zutrauen? Wo übernachtet man bei der Alpenüberquerung? Was und wie packt man seinen Rucksack? Die Rother Wanderführer eignen sich perfekt zum Planen und für unterwegs. Aktuell, kompakt und zuverlässig geben sie alle wichtigen Informationen.

Detaillierte Wegbeschreibungen, Kartenausschnitte mit eingezeichnetem Routenverlauf, aussagekräftige Höhenprofile mit Wegpunkten, Höhenmetern und Zeitangaben sowie klare Beschreibung der Anforderungen machen die kleinen roten Büchlein zum perfekten Begleiter auf eurer Alpenüberquerung. Für die Planung und Durchführung gibt es zu jeder Etappe alle notwendigen Informationen zu Unterkunft, Einkehr und Anschlüssen an den ÖPNV. Zum Planen und Loslaufen – GPS-Download inklusive!

Weitere Anregungen für eure Alpenüberquerung gesucht?

Auf Outside Stories findet ihr nützliche Informationen zu eure Alpenüberquerung, ob schnell oder langsam. Noch mehr Routen mit unzähligen Etappen über die Alpen gibt es auf rother.de.

Die Bergsee-Badesaison ist eröffnet!

Nach einem schweißtreibenden Aufstieg in einem kalten Bergsee abkühlen – was ein Lebensgefühl! Und erst die Stille und Ruhe ringsum… Die Gipfel spiegeln sich im glasklaren Wasser, weißes Wollgras wippt im Wind am Ufer, man sitzt auf einem sonnengewärmten Stein und lässt das Leben Leben sein. Nach dem Sprung ins kalte Nass schmeckt das Picknick besonders gut – und so erfrischt und gestärkt ist der Abstieg ein Kinderspiel. 

In den Alpen gibt es unendlich viele schöne Bergseen – dabei müssen es nicht immer überlaufene Ziele wie Walchensee, Eibsee oder Königssee sein. Wir haben euch hier ein paar ganz besondere Perlen unter den Bergseen zusammengestellt.

Allgäu: Wanderung zum Engeratsgundsee

Es muss nicht immer der Schrecksee sein! Auf dieser herrlichen Tour im Hintersteiner Tal nähern wir uns den Hausbergen Oberstdorfs, dem Nebelhorn und dem Großen Daumen, von der stillen, der Seilbahn abgewandten Rückseite. Auf dem Weg lädt die wunderschön von Almwiesen und uralten Ahörnern umgebene Schwarzenberghütte zur Einkehr ein. Weiter führt die Runde dann zu einem der malerischsten Bergseen des Allgäus, dem Engeratsgundsee auf 1876 Meter Höhe, inmitten einer hochalpinen Traumlandschaft mit weiten Ausblicken über die Allgäuer Alpen.

Alle Daten zur Tour zum Download: https://rother.de/pdf/3763331697_tour.pdf

Mutterbergersee – smaragdgrünes Kleinod im Tiroler Hochgebirge

Abseits vom Skigebiet des Stubaier Gletschers findet man hier Ruhe und Stille in beeindruckender Berglandschaft. Zwar startet die Wanderung im hintersten Stubaital bei den Seilbahnen, wo auch der Skizirkus beginnt, doch steigen wir abseits davon im Wald und später wunderschöner Hochgebirgslandschaft zu diesem glasklaren Bergsee auf. Über dem Mutterbergersee (2485 Meter über dem Meeresspiegel) thronen vergletscherte Gipfel wie Ruderhofspitze und Daunkopf, gegenüber schweift der Blick zu den bekannten Stubaier Gipfeln wie Großer Trögler, Wilder Freiger, Wilder Pfaff und Zuckerhütl. Wer nicht genug von dieser Natur bekommen kann, der geht die ersten Etappen des Stubaier Höhenwegs von Hütte zu Hütte – und kommt so ebenfalls am Ufer des Mutterbergersees vorbei.

Alle Daten zur Tour zum Download: Mutterberger See

Torsee: 3-Gipfel-Wanderung über Hinterglemm im Pinzgau

Die Region rund um Saalbach-Hinterglemm und Zell am See ist eine der bedeutendsten Wintersportregionen Österreichs und der Alpen, doch im Sommer ist es dort wesentlich ruhiger und Natur-Genießer ebenso wie Familien können hier viele herrliche Ziele entdecken. Die hier vorgestellte, knapp sechs Stunden lange Wanderung im Quellrevier der Saalach, im hintersten Glemmtal, führt über einen imposanten grünen Kammzug mit drei Zweitausendern – und vorbei am Ufer vom Torsee auf 2000 Meter Höhe, einem wunderschönen Bergsee.

Alle Daten zur Tour zum Download: https://rother.de/pdf/3763342125_tour.pdf

Im Tal der Wasserfälle zum Lungauer Klaffersee

Gleich zwei Bergseen werden auf dieser 8,5 h langen Tour in den Schladminger Tauern, die an malerischen Seen sowieso nicht arm sind, passiert. Der Lungauer und der Steirische Klafferkessel zählen zu den schönsten Teilen der Schladminger Tauern. Der Aufstieg zum Zwerfenbergsee (2024 m) führt erst durch Wälder, später durch eine grandiose Felskulisse zwischen Hochgolling und dem imposanten Waldhorn. Dazu kommen viele Wasserfälle, die in oft mächtigen Kaskaden zu Tal stürzen. 

Alle Daten zur Tour zum Download: https://rother.de/pdf/3763343415_tour.pdf

Foto-Spot Grüner See: „schönster Platz Österreichs“

985.000 Zuschauer des ORF müssen es ja wissen: 2014 wählten sie den Grünen See bei Tragöß, in der Hochschwabgruppe, zum „schönsten Platz Österreichs“. Mit einer Meereshöhe von 768 Meter über Null ist er der niedrigste der hier vorgestellten Bergseen. Im türkisgrünen Bergsee spiegeln sich der Wald am Seeufer und die Wände der umliegenden Berge in immer anderen Farben, denn der See verändert Wasserstand und Farbe je nach Jahreszeit und Wasserstand. 

Doch auch die anderen Bergseen in der Nähe sind eine Wanderung wert, denn sie sind nicht minder schön. Sie haben jeweils einen andern, eigenen Charakter. Und wem die alle zum Plantschen zu kalt sind, der findet im nahegelegenen Zenz-See einen Badesee.

Alle Daten zur Tour zum Download: Tragößer Seentrilogie

Hoch gelegener Bergsee auf der Südseite des Timmelsjochs: Der Timmler Schwarzsee

Wer übers Timmelsjoch nach Meran in Südtirol unterwegs ist, sollte erstmal links anhalten und über die Timmelsalm am rauschenden Bach entlang, durch eine grüne Hochmoorlandschaft und Almrausch-Paradies zum Timmler Schwarzsee (2514 m) wandern. Hier oben begrüßen einen in atemberaubender Bergkulisse die Murmeltiere und der Blick gegenüber auf den vergletscherten Hochfirst ist einmalig. Auch als Abstecher bei der E5-Variante unbedingt empfehlenswert!

Alle Daten zur Tour zum Download: Timmler Schwarzsee

Südtirol: Sieben-Seen-Weg im Ridnauntal – einsame Perlen, Almen und Gletscher 

Unweit von Sterzing, in Maiern am Ende des Ridnauntals, können wir uns auf dieser langen Runde so richtig von einer zauberhaften, glazial geformten Urlandschaft inspirieren lassen. Gletscher und wilde Wasser haben seit den Eiszeiten das Gelände hier heraus modelliert und sind noch heute tragende Elemente im Landschaftsbild. 

Auf der Sieben-Seen-Runde stehen – neben stiebenden, rauschenden oder gurgelnden Wildbächen – die stillen Bergseen im Fokus, die zum Abkühlen einladen. Tolle Rastplätze finden wir auf den Terrassen der Oberen Senner Egete, ein See malerischer als der andere, dazu Wollgrasböden am Ufer, rundgeschliffene Buckel und schroffe Felsflanken nebenan. Über die Moarerbergalm mit gemütlicher Einkehr und das einst vom Bergbau geprägte spannende Lazzacher Tal schließt sich die Runde zu einer der reizvollsten Touren in der Region rund um Sterzing. Interessierte können auch noch den alten Stollen zum Schneebergwerk besichtigen.

Alle Daten zur Tour zum Download: https://rother.de/pdf/3763332073_tour.pdf

Wochenendtour mit Hüttenübernachtung im Piemont: Zu den 13 Seen 

Nicht ein See, nicht zwei Seen, sondern gleich 13 Bergseen gibt es auf dieser Tour. Idyllisch liegt das Rifugio Lago Verde am gleichnamigen Gebirgssee (2529 m) unter dem Grenzkamm zum französischen Queyras und verwöhnt mit Blicken bis zu den Walliser Alpen. Je weiter wir auf dem geschichtsträchtigen Höhenweg durch lichte Bergwälder zum Seenplateau der Conca dei Tredici Laghi aufsteigen, desto grandioser wird das Panorama. Teils wandelt man auf kunstvoll angelegten Militärwegen, teils auf den historischen Spuren der Waldenser, die 1689 aus dem Schweizer Exil in ihre Heimat Val Pellice zurückkehrten. Einkehr und Übernachtung in der italienischen Hütte ist wie immer ein Genuss – und wem die Tour zu lang ist, kann von der Bergstation des Sessellifts hinunterfahren.

Alle Daten zur Tour zum Download: https://rother.de/pdf/3763343601_tour.pdf

Berner Oberland: Morgenberghorn – Aussichtskanzel über dem Thunersee

Wie wäre es mit einer Sonnaufgangstour auf einen Gipfel mit Seeblick? Oder lieber zum Sonnenuntergang? Während Fußfaule mit der Zahnradbahn auf den Niesen fahren, wandern wir zu Fuß auf das Morgenberghorn, 2.248 Meter hoch über dem Thunersee, wo wir uns nicht nur die Aussicht wahrhaft verdient haben, sondern es auch wesentlich ruhiger zugeht. Drei Grate ziehen vom Gipfel des Morgenberghorns herab, zwei davon sind auf Wanderwegen begehbar, welche eine schöne Überschreitung des großartigen Panoramaberges ermöglichen.

Alle Daten zur Tour zum Download: https://rother.de/pdf/3763340122_tour.pdf

Einfache Wanderung durchs malerische Rosegtal zu einem Gletschersee im Oberengadin

Bei Pontresina, unweit des berühmten Biancograts des Piz Bernina gibt es auch leichte Wanderungen in beeindruckender Landschaft. Am Ufer des Rosegbaches entlang geht es gemütlich zum Hotel Roseg – oder man nimmt die Pferdekutsche als „Abkürzung“. Weiter geht es auf einem Wanderweg bis zum Lej da Vadret, dem »Gletschersee«

Wer noch nicht genug hat, der steigt  – etwas anstrengender nun – weiter zur Chamanna da Tschierva (Tschierv = Hirsch) oder etwas länger gar zur Chamanna Coaz (benannt nach dem Erstbesteiger des Piz Bernina). Auf der Chamanna da Tschierva treffen wir auf viele Bergsteiger, die den berühmten Biancograt und die Überschreitung zum Piz Bernina im Visier haben.

Alle Daten zur Tour zum Download: https://rother.de/pdf/3763340424_tour.pdf

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