Lieblingstouren aus dem Verlag

Lieblingstouren aus dem Verlag

Mitarbeiter und Autoren aus dem Rother Bergverlag verraten ihre Lieblingstouren vom Watzmann bis in die Steiermark und von Kreta über Sylt bis nach Nordamerika!

Watzmann in den Berchtesgadener Alpen

Susanne Koschabek

Volontärin Lektorat & Digitale Produkte beim Rother Bergverlag
Alter 29
Unterwegs mit Freunden oder allein
Hobbys Bergsteigen, Wandern, Skitouren, Yoga, Musik, Zeichnen, Lesen
Wandertyp Sportler & Genießer
In den Bergen suche ich Entspannung, Ruhe, schöne Aussicht, Herausforderungen
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit Wetterfeste Jacke, Brotzeit, Kamera, Sonnenbrille, Handy

Eine Variante der Watzmann-Überschreitung zählt zu meinen Lieblingstouren, weil sie
zu den Bergtouren gehört, die man mit Vorfreude und Respekt angeht und lange in Erinnerung behält. Eine Mischung aus beeindruckender Naturschönheit und persönlicher Herausforderung. Der Zustieg über den Rinnkendlsteig zum Watzmannhaus ist der längste und anspruchsvollste, doch die Schifffahrt nach St. Bartholomä, der abwechslungsreiche Weg und ein einmaliger Ausblick über den Königssee machen bereits den ersten Tag zum Erlebnis. Die Grat-Überschreitung am zweiten Tag bietet viel Kraxelei, spektakuläre Tiefblicke und etwas Nervenkitzel. Vom Hocheck (2651 m), der Mittelspitze (2713 m) und der Südspitze (2712 m)
genießt man eine grandiose Aussicht auf die umliegenden Gipfel, die bizarren Felsformationen des Hochkalter-Massivs und den zwischen Steilwänden eingebetteten, blau-grünen Königssee in der Tiefe. Auf dem Rückweg durchs Wimbachtal taucht man nochmals tief in den Nationalpark Berchtesgaden ein. Von dieser Tour kehrt man definitiv glücklich, zufrieden und müde zurück.

Ausgangspunkt: St. Bartholomä am Königssee
Aufstieg: 2580 m, Abstieg: 2580 m
Unterkunft: Watzmannhaus
Länge: 24,6 km
Anforderung: Anspruchsvolle hochalpine Tour
Dauer: 2 Tage

Trekking zum Minaret Lake und Thousand Island Lake in der kalifornischen Sierra Nevada

von Jens-Uwe Krage

Autor des Rother Selection Bandes TopTrails Nordamerika West
Alter Jahrgang 1965
Unterwegs mit wenn möglich mit meinem Freund Reimar
Hobbys Reisen planen, auf Reisen gehen, von Reisen berichten
In den Bergen suche ich Ruhe, schöne Fotomotive und neue Erfahrungen
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit einen Pinguin als Maskottchen

Diese relativ überschaubare Trekking-Runde durch die Ansel Adams Wilderness
führt zu einigen der schönsten Bergseen der kalifornischen Sierra Nevada, dem höchsten Gebirge der USA außerhalb Alaskas. Die Region ist bei Backpackern sehr beliebt, sodass in den Sommermonaten die begrenzten Permits (Genehmigungen für Mehrtagestouren) im Voraus reserviert werden sollten. Von den Granitsäulen des Devils Postpile wandert man durch dichten Wald hinauf zum Minaret Lake, wo man zum ersten Mal sein Zelt am Fuß spektakulärer Felsnadeln aufschlägt. Von hier geht es einige Kilometer weglos vorbei am Cecile Lake über eine Passhöhe zu weiteren Bilderbuchseen und schließlich wieder auf guten Trails zum Tagesziel am Garnet Lake. Eine kurze Etappe bringt uns zum 3000 m hoch gelegenen Thousand Island Lake mit herrlichen Zeltplätzen und lässt genügend Zeit für einen Nachmittagsausflug zum North Glacier Pass am Fuß des 4000ers Mount Ritter. Der Rückweg zum Ausgangspunkt verläuft auf einem Panoramaweg mit großartigen Blicken auf die Berge der Ritter Range, die wir in den Tagen zuvor aus der Nähe bewundern konnten. Eine genaue Beschreibung und viele weitere Touren finden sich auf dem Reiseblog von Jens-Uwe Krage: www.pingutours.de   

Ausgangspunkt: Devils Postpile National Monument bei Mammoth Lakes
Aufstieg: 1400 m, Abstieg: 1400 m
Unterkunft: Zelten am Ufer traumhafter Bergseen
Länge: 48 km
Anforderung: zumeist gut unterhaltene Trails, aber auch kurze weglose Abschnitte und Querung von Schneefeldern, die etwas Trekking-Erfahrung und Trittsicherheit erfordern
Dauer: 4 Tage

Die Neue Traunsteiner Hütte in den Berchtesgadener Alpen

von Antje Sommer

Lektorat und Herstellung beim Rother Bergverlag
Alter 55
Unterwegs mit Meinen Freundinnen
Hobbys Bergwandern, Tischtennis, Tanzen, Langlaufen
Wandertyp Naturgenießerin, sportlich draußen in Bewegung
In den Natur suche ich Schöne Landschaften, Naturerlebnis, Sport, Sonne
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit
 Anorak, Brotzeit und Wasserflasche, Sonnenschutz, Verbandsmaterial, Handy, Fotoapparat, GPS-Gerät, Wanderkarte sowie, je nach Tour, Hüttenschlafsack und Waschsachen

Meine Lieblingstour ist die zur Neuen Traunsteiner Hütte auf der Reiteralpe …
und auf den Großen Weitschartenkopf, 1979 Meter, weil der Aufstieg einsam ist und der Steig lange durch einen fast schon verwunschen wirkenden, wildromantischen Wald führt. Die Neue Traunsteiner Hütte liegt auf einer idyllischen Hochalm mit einzig artiger Flora und ist nicht überlaufen. Es gibt sogar gemütliche Zweibettzimmer. Geht man am nächsten Tag gleich nach dem Frühstück auf den Gipfel, hat man diesen oft ganz für sich alleine. Die herrliche Aussicht kann man dann in aller Ruhe genießen.

Ausgangspunkt: Schwarzbachwacht bei Berchtesgaden
Aufstieg: 1090 m, Abstieg: 11090 m
Unterkunft: Neue Traunsteiner Hütte
Länge: 16,5 km
Anforderung: Mittel
Dauer: 2 Tage

Untersberg bei Salzburg

von Christof Herrmann

Autor der Wanderführer Alpenüberquerung Salzburg – Triest und Fränkischer Gebirgsweg
Alter 47
Unterwegs mit Partnerin und immer in den Bergen
Hobbys Wandern, Lesen, Musik hören, Kino, vegan kochen und essen Wandertyp Alpenüberquerer, Fernwanderer, Naturliebhaber
In den Bergen suche ich Ruhe, Entschleunigung, Naturerlebnisse, Begegnungen, Herausforderung
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit die übliche Wanderausrüstung – und Zettel und Stift, weil ich das Schreiben liebe und davon lebe

Die Überschreitung des Untersbergs in den Berchtesgadener Alpen
ist meine Lieblingstour, weil diese gut zu erreichende und fordernde Tagestour alles enthält, was für mich die Alpen so reizvoll macht: schroffe Berge, sanfte Wiesen und rauschende Bäche, grandiose Fernsichten und schattige Wälder, Berghütten und Picknickstellen, naturbelassene Wege und ausgesetzte Passagen am Fels, Fauna und Flora, Ruhe und Einsamkeit … Die Überschreitung des Untersbergs kann man auf zwei Etappen aufteilen und ist auch Teil der Alpenüberquerung Salzburg – Triest.

Ausgangspunkt: Glanegg bei Salzburg
Aufstieg: 1710 m, Abstieg: 1710 m
Unterkunft: Zeppezauerhaus, Hochalm, Stöhrhaus
Länge: 22 km
Anforderung: hoch
Dauer: 10:30 h

Durchs Gauertal zur Lindauer Hütte und Umrundung der Drei Türme und Drusenfluh

von Herbert Mayr

Autor der Wanderführer Montafon, Schwäbische Alb – Ost u.v.m.
Alter 66
Unterwegs mit Bergstiefeln, Mountainbike, Schneeschuhen
Hobbys Literatur, Musik, Philosophie
In den Bergen suche ich Einsame und schluchtenreiche Wälder, intakte Hochmoore, unverfälschte Gebirgslandschaften geologisch-botanischer Vielfalt mit versteckten Winkeln, spannenden Steilgrasflanken und langen Felsgraten; grenzen- und weglose, süchtig machende Lapplandtundra
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit Als Ausrüstungsminimalist knappsten Standard

Mit aufgeschlagenem Buch der Geologie im Montafon
Von Latschau (990 m) auf der östlichen Seite des hochromantischen Gauertals, einem aufgeschlagenen Buch der Geologie, geht es zur Lindauer Hütte (1744 m) mit Alpengarten und optionaler Übernachtung. Über das Drusentor (2343 m) und auf dem Prättigauer Höhenweg führt die Tour weiter zum Schweizertor (2137 m) sowie über den Öfapass (2291 m) rund um die fesselnden Rätikongestalten der Drei Türme und Drusenfluh. Es sind die wildesten Felsreviere des Montafon. Der Abstieg von der Lindauer Hütte auf der westlichen Talseite erfolgt über die Untere Sporaalpe.

Ausgangspunkt: Tschagguns-Latschau im Montafon
Aufstieg: 1610 m, Abstieg: 1610 m
Unterkunft: Lindauer Hütte
Länge: 27 km
Anforderung: Trittsicherheit und ohne Übernachtung Kondition fordernde, mittelschwere Bergtour auf ausreichend bezeichneten Alpwegen, Pfaden und Steigen mit längerem steilen Aufstieg
Dauer: 10:30 h

Hochobir in den Karawanken

von Helmut Lang

Autor des Wanderführers Karawanken, des Wanderbuchs Kärnten u.v.m.
Alter 78
Unterwegs mit Meiner Frau
Hobbys Wandern, Bergsteigen, Schitouren, Reisen, klassische Musik hören und spielen, Lesen
In den Bergen suche ich Freude, Erholung und immer neue Erlebnisse
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit Erste-Hilfe-Paket, Wetterschutz, Jause, Getränk, Landkarte

Wegen der Herrlichen Aussicht über Kärnten
Vom Schaidasattel geht es auf dem Simon-Rieger-Steig, Weg 623, erst durch den Wald, dann über blumenreiche Almwiesen auf den Gipfel des Hochobirs. Von dort hat man eine herrliche Aussicht über ganz Kärnten – bis zum Großglockner! Der Abstieg auf dem Weg 623 erfolgt erst zur Seealpe, weiter auf dem Weg 608 zur nahe gelegenen, gastlichen Eisenkappler Hütte. Auf dem Weg 603 gelangt man zurück zum Scheidasattel.

Ausgangspunkt: Schaidasattel
Aufstieg: 1200 m, Abstieg: 1200 m
Unterkunft: Im Bergsteigerdorf Zell-Sele oder in der Eisenkappler Hütte
Länge: 15,15 km
Anforderung: hoch
Zeit: 6:00 h

Über den Belchen zum Nonnenmattweiher

von Matthias Schopp

Autor der Wanderbücher Geowandern Allgäu und Schwarzwald sowie weiterer Skitouren- und Winterwanderführer
Alter 37
Unterwegs mit meiner Freundin und meiner Familie, oder mit dem Autorenkollegen Ulf Streubel
Hobbys Wandern, Skitouren, Schneeschuhgehen, Hochtouren und der SC Freiburg
In den Bergen suche ich Ruhe und die Aussicht vom Gipfel
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit Nur das nötigste; wer nicht viel dabei hat, muss nicht viel tragen

Über das dritthöchste Bergmassiv im Schwarzwald
Der Feldberg mag mit seinen 1493m zwar ein gutes Stück höher sein, aber der König des Schwarzwaldes ragt zwischen Schönau und St. Trudpert auf. Egal ob man sich aus dem Wiesental oder von Staufen über das Münstertal nähert, der Belchen dominiert – für Schwarzwälder Verhältnisse – als beeindruckend mächtige Berggestalt. Vom Münstertäler Bahnhof bis zum Gipfel muss man mehr als 1000 Höhenmeter ohne Zwischenabstieg überwinden, was auf der kurzen Horizontaldistanz von gerade einmal 5km im deutschen Mittelgebirgsraum einzigartig ist. Wir nähern uns dem Berg aus dem Kleinen Wiesental und steigen anschließend über den Westweg zum Heubronner Eck und weiter zum Nonnenmattweiher. Nicht nur, aber vor allem wenn man bei Fernsicht über die Gipfelkuppe wandert weiß man, dass man auf einer der schönsten Wanderungen im Schwarzwald überhaupt unterwegs ist.

Ausgangspunkt: Parkplatz Hau östlich von Neuenweg (Gemeinde Kleines Wiesental)
Unterkunft: Belchenhaus, Höhengasthaus Haldenhof, Fischerhütte Nonnenmattweiher
Länge: 18,4 km
Anforderung: Meist einfache und mittelschwere Weg- und Pfadpassagen
Dauer: 6:15 h

Colle dell Albergian im Piemont

Iris Kürschner

Autorin des Wanderführers GTA Grande Traversata delle Alpi u.v.m.
Alter 54
Unterwegs mit Meinem Partner
Hobbys Schwimmen, Schmökern, Kräuter und kreative Küche
Wandertyp Naturliebhaberin, Entdeckerin von wilden Pfaden abseits des Mainstreams
In den Bergen suche ich Frieden und Harmonie
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit Trinkflasche, Brotzeit, Wind- und Regenschutz, Taschenmesser, Stirnlampe, Schreibzeug, Wanderkarte, Sonnencreme, Fotoausrüstung

Wilde Natur und pure Einsamkeit
Ich liebe diese Tour auf der „Grande Traversata delle Alpi“, weil sich hier noch alles echt anfühlt: die Gastfreundschaft, die Küche mit Produkten aus dem eigenen Garten, archaische Dörfer, keine städtischen Auswüchse. Und ich liebe geschichtsträchtige Pfade. Gerade der Abschnitt zwischen Usseaux und Didiero erzählt viele Geschichten, führt er doch durch die Heimat der Waldenser, einer über die Jahrhunderte verfolgten Religionsgemeinschaft. Weil diese Region stark von der Landflucht betroffen ist, durchstreift man so manches Geisterdorf. Auf der GTA unterwegs zu sein, schenkt viele Einblicke in eine langsam verschwindende uralte Alpenkultur.

Ausgangspunkt: Usseaux im Val Chisone, Piemont
Aufstieg: 1380 m, Abstieg: 1380 m
Unterkunft: Posta tappa Pitz Rei in Usseaux, Agriturismo La Miando in Didiero
Länge: 20,6 km
Anforderung: Mittel
Dauer: 9:30 h

Avalanche Crest

Verena Schmidt

Autorin des Wanderführers Kanadische Rocky Mountains
Alter 38
Unterwegs mit Sehr gern allein und mit meiner Familie
Hobbys Draußen sein, so oft es geht
In den Bergen suche ich Nichts. Ich finde Ichigo-Ichie und Einklang. Den Leistungsdruck lasse ich zurück
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit Das Notwendigste, ausreichend warme Klamotten und einen UV-Stick

Vom Parkplatz am Illecillewaet Campground (1), 1240 m, gehen wir an der Übersichtstafel auf dem befestigten Weg hoch, halten uns rechts, zweigen aber gleich anschließend links in den schmalen Waldpfad ein. Geradeaus steigen wir zwischen Hemlocktannen und Rotzedern im flechtenbehangenen Farnwald 2 km lang bergauf bis links ein Abstecher zum bescheidenen Aussichtspunkt am sprudelnden Wasserfall führt. Etwa 10 Minuten später queren wir den zart blau schimmernden, nun ruhigen Bach. Jetzt beginnt der mit großen Brocken im verworrenen Wurzelwerk versehene Steilanstieg, auf dem wir zum Felsblock am Kesselrand unterhalb des Eagle Peaks (2846 m) gelangen. Hier empfangen uns erste Aussichten auf die Schneegipfel um den Asulkan Gletscher! Über das Geröllfeld steigen wir binnen 10 Minuten hinauf ins Talende, einem idealen Rastplatz, bevor wir dem Bergpfad links auf den Kamm der Avalanche Crest (2), 2210 m, folgen. Ihn erklimmen wir nach Norden am steinigen Grat entlang bis zum End of Trail Pfosten, dabei werden wir mit einer absoluten Hammer-Aussicht in drei Täler (Asulkan, Illecillewaet und Rogers Pass) belohnt.

Ausgangspunkt: Parkplatz am Südende des Illecillewaet Campground
Aufstieg: 1010 m, Abstieg: 1010 m
Unterkunft: Campingplatz Illecillewaet
Länge: 10 km
Anforderung: Ausreichend Kondition und gute Trittsicherheit
Dauer: 5:30 h

Gletscher zum Wein in der Steiermark

Elisabeth Zienitzer

Autorin des Wanderführers Vom Gletscher zum Wein u.v.m.
Alter 29
Unterwegs mit Viel Freude beim Gehen
Hobbys Viele Interessen, aber kein klar definiertes Hobby
Wandertyp Gemütlich bis anspruchsvoll … es soll im Laufe
eines Jahres ein guter Mix sein
In den Bergen suche ich Die Verbundenheit zur Natur
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit Meine Standardausrüstung

Meine Lieblinsgtour ist die vom Guttenberghaus zum Steinerhaus beim Stoderzinken
weil man anfangs durch eine schroffe, nackte Karstlandschaft am Dachstein wandert, die nach und nach in ein Gelände mit weichen Mulden und Hügeln übergeht. Die Landschaft bzw. die Naturflächen verändern sich von Stunde zu Stunde. Die Latschenflächen werden schön langsam von Wiesen abgelöst, die im Frühsommer von zahlreichen Blütenpflanzen übersät sind. Am Ende der Wanderung geht man durch wunderschöne, naturnahe Waldflächen. Als krönenden Abschluss erwarten mich dann noch der Gipfel des Stoderzinkens und die traumhafte Aussicht ins Ennstal.

Ausgangspunkt: Guttenberghaus, Ramsau am Dachstein
Aufstieg: 560 m, Abstieg: 560 m
Unterkunft: Steinerhaus
Länge: 15 km
Anforderung: Mittel
Dauer: 6:00 h

Die Düne Uwe auf Sylt

Katharina Kirschenhofer

Leser-und Kundenservice beim Rother Bergverlag
Alter 38
Unterwegs mit Meinen zwei Töchtern und meinem Mann
Hobbys Radfahren, Kochen
Wandertyp Am liebsten am platten Land mit Wind in den Haaren, dem Meer in Sicht und Sand unter den Füßen
In den Bergen suche ich Zeit, Gespräche und Spaß mit meinen Liebsten
In meinem Wanderrucksack Eine „Notfallbanane“, Pixi-Bücher, Ersatzschnuller und zwei Bierchen fürs Ziel

Ich liebe Sylt. Die Natur dort
hat so viel mehr zu bieten als Klischees. Ich bin ein echtes Münchner Kindl und seit Langem im schönen Miesbacher Oberland wohnhaft – und bin natürlich dankbar über den täglichen Blick auf Mangfallgebirge und Karwendel. Ruhe und Erholung finde ich aber besonders an der Nordsee und ich freue mich jedes Jahr auf das Flair und die vielen gemeinsamen Familienmomente auf Sylt. Endlose Barfußwanderungen an der traumhaften Küste, die Fischsemmel in Hörnum, Entspannen im Strandkorb und zum Sonnenuntergang ein Pils in den Dünen. Mein Lieblingsberg ist also der wahrscheinlich niedrigste von allen meinen lieben Rother-Kollegen: Die Düne Uwe mit 52 Metern.

Ausgangspunkt: Kampen, Sylt
Aufstieg: 25 m, Abstieg: 25 m
Länge: 10,7 km
Anforderung: Leicht
Dauer: 2:30 h

Testa del Rutor im Aostatal

Gesine Geister

Marketing und Werbung beim Rother Bergverlag
Alter Gefühlt 28
Unterwegs mit Freund, Bergpartner oder alleine
Hobbys Bergsteigen, Wandern, Klettern, Lesen, Ballett, Kunst
Wandertyp Individualist, abseits der Massen, gern auch weglos auf Entdeckungstour
In den Bergen suche ich Ruhe und Stille, Entschleunigung, menschenleere Natur, einsame Wege und Gipfel, persönliche Herausforderungen

Eine Traumtour war für mich die auf die Testa del Rutor, weil sie
mich mit der paradoxen Mischung aus extremem Glücksgefühl und tiefer innerer Ruhe erfüllt hat – wie so viele einsame Touren außerhalb der Saison, auf Winterräume oder Biwaks. Und welch großartige Aussicht ringsum auf all die (noch) gletscherreichen Berühmtheiten der Westalpen! Dazu die Stille und Natur, keine Zivilisation im Blickfeld, keine anderen Menschen weit und breit. Oben ein langes Stapfen über die weite Gletscherfläche, unten explodierende Herbstfarben, die – aus der Kargheit kommend – noch viel intensiver auf einen wirken. Und das ganz Besondere für mich: das Erlebnis des „Draußen-Lebens“. Wenn man bis auf das Schlafen alles – vom Waschen, Zähneputzen, Spülen, Kochen, Essen bis zum Rumsitzen, Lesen und „Schauen“ – unter freiem Himmel macht, gibt mir das ein unbeschreibliches Freiheitsgefühl, das meine Seele weitet. So fühlt sich für mich GLÜCK an.

Ausgangspunkt: La Thuile – La Joux, Aostatal, Grajische Alpen
Unterkunft: Rif. Deffeyes Winterraum
Aufstieg: 25 m, Abstieg: 25 m
Länge: 26 km
Anforderung: Leichte Hochtour
Dauer: 8:00 h ab Hütte

Loutro auf Kreta

Rolf Goetz

Autor der Wanderführer KretaMallorcaMadeira u.v.m
Der gebürtige Schwarzwälder wandert bevorzugt auf Inseln, wo sich das Wandern mit ein paar erholsamen Strandtagen kombinieren lässt. Neben Kreta und Zypern auch auf Mallorca, Madeira, Fuerteventura und anderen vom Wetter begünstigten Sonnenzielen.

Meine Lieblingstour führt ins Dorf Loutro auf Kreta
Von der Pension in Chora Sfakion mache ich mich nach Loutro auf. Die Strecke ist als Etappe des E 4 ausgewiesen, da brauche ich nicht groß auf irgendwelche Abzweigungen zu achten, es gibt so gut wie keine. Der Saumpfad führt die ganze Zeit am Fuß der an die 600 Meter hohen und abrupt zum Meer abfallenden Küstenberge entlang. Erste Station für eine kleine Pause ist immer der Sweet Water Beach. Dann Loutro, eine Häuserzeile wirklich pittoresk in eine sichelförmige Bucht eingepasst. Und Kretas einziges Dorf am Meer ohne Straßenanbindung und folglich ohne Autos. Was ich an der Wanderung so schätze: Die Gehzeit von 2 1⁄2 Std. ist so wunderbar kurz, dass noch massig Zeit für andere nette Sachen bleibt. Zum Beispiel eine oder besser zwei Runden im Libyschen Meer schwimmen, und natürlich die ausgiebige Mittagsrast in der Familientaverne von Giorgos. Dort stehen die Tische wirklich nur wenige Zentimeter vom Wasser entfernt und die gefüllten Artischocken schmecken super lecker. Dann bei einem Tässchen Greek Coffee auf die einlaufende Fähre warten, mit der komme ich ganz bequem und mit tollem Rückblick auf den Wanderweg wieder zurück. Dabei lasse ich einfach nur die Zeit durch die Finger rieseln, so, als ob es überhaupt kein Morgen gibt.

Ausgangspunkt: Chora Sfakion, Kreta
Unterkunft : Sofia‘s Lovely Rooms
Aufstieg: 200 m, Abstieg: 200 m
Länge: 7 km
Anforderung: Mittel (ausgesetzte Stellen verlangen Trittsicherheit)
Dauer: 2:30 h

Sierra de Bernia an der Costa Blanca in Spanien

von Cordula Rabe

Autorin der Wanderführer Jakobsweg Via de la Plata u.v.m.
Alter 53
Unterwegs mit Fast immer mit meinem Hund Pepe
Hobbys Wandern, Fotografieren, Töpfern, Malen
Wandertyp Genießerin, Naturfreundin, Entdeckerin
In der Natur suche ich Erholung, Weitblicke bis zum Horizont, das vom Tourismus unverdorbene Spanien
In meinem Wanderrucksack nehme ich mit Sonnenbrille, Brotzeit, im Winter frische Mandarinen aus der Region

Schroffer Bergkamm, raue Pfade und atemberaubende Meerblicke

Ich liebe diese Tour, weil sie mir auch nach 20 Jahren nie langweilig wird. Die Bernia ist für mich der formschönste Berg an der Costa Blanca. Wie eine Felsbastion zieht sich ihr gezackter Bergkamm im Norden Alteas von der Küste nach Westen und steigt auf über 1000 Meter auf. Die äußerst abwechslungsreiche Umrundung auf 600 bis 800 Meter Höhe passiert bukolische Weinfelder, ruppige Felsstürze, einen Piratenausguck aus dem 16. Jahrhundert, schattigen Kiefernwald und aussichtsreiche Hänge. Der Höhepunkt: Der Ausblick am Ende des 50 Meter langen Naturtunnels „el forat“ auf das azurblaue Mittelmeer.

Ausgangspunkt: Cases de Bèrnia in in Benissa Alicante
Aufstieg: 360 m, Abstieg: 360 m
Unterkunft: in Benissa
Länge: 8,6 km
Anforderung: Mittel
Dauer: 3:15 h

Steinernes Hüttl im Wettersteingebirge

Sandra Schaeff

Lektorat und Herstellung beim Rother Bergverlag
Alter 55
Unterwegs mit Zwei Bikekumpels
Hobbys Mountainbiken, Reiten, Skifahren, Skitourengehen, Wandern, Lesen, Musikhören und Konzerte, Kino
Wandertyp Eher Mountainbikerin und gerne auf technischen Trails unterwegs
In den Natur suche ich Erholung, Ruhe, Spaß, schöne Erlebnisse mit Freunden, Action
In meinem Bikerucksack nehme ich mit Brotzeit, Helm, Protektoren, Radhandschuhe, Handy, Sonnenbrille, Erste-Hilfe-Set, Reparaturkram fürs Bike, Wechselshirts, Windjacke, Regenjacke, Regenhose

Tolles Panorama, anspruchsvolle Trails, nette Hütteneinkehr
Ich liebe diese Tour, weil man ausnahmslos in der grandiosen Landschaft des Wettersteingebirges unterwegs ist. Nach einem recht anstrengenden Anstieg, auf dem das Bike auch rund 450 Höhenmeter getragen werden muss, der aber bereits auf den ersten Höhenmetern ein tolles Panorama bietet, wird man mit einer super Abfahrt auf alpinen, technisch anspruchsvollen Trails und einer netten Einkehr auf dem urigen Steinernen Hüttl belohnt.

Ausgangspunkt: Bergstation der Ehrwalder Almbahn
Aufstieg: 1100 m, Abstieg: 1100 m
Unterkunft: Ehrwalder Alm oder Steinernes Hüttl
Länge: 23 km
Anforderung: Schwere Biketour (BBS)
Dauer: 8:00 h


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