In neun Schritten zum Wanderführer

In neun Schritten zum Wanderführer

Wie entsteht ein Wanderführer eigentlich? Zugegeben, die Erstellung eines Wanderführers bzw. einer Tour ist nicht in ein paar wenigen Schritten zu erklären. Und jeder unserer Autoren geht etwas anders an die Sache ran. Trotzdem gibt es Schritte, um die man nicht herum kommt.

1. Karte zur Hand nehmen

Zu allererst geht es darum, eine vielseitige Tourenauswahl für eine Region zu treffen. Wichtig ist hier vor allem, dass verschiedene Längen und Schwierigkeitsgrade vertreten sind und dass der Charakter der Touren unterschiedlich ist.

2. Das richtige Foto-Wetter erwischen

Eigentlich liegt alles in der Hand des Autors – bis auf das gute Wetter. Und das ist bei der Entstehung eines Wanderführers wichtigster Begleiter, um ansprechende Fotos machen zu können. Scheint die Sonne, kann es losgehen. Aber nur dann.

3. Jede einzelne Tour Schritt für Schritt abwandern

Gerade bei Rund- oder Streckentouren ist es wichtig, dem Leser die schönste und angenehmste Variante aufzuzeigen: Aussicht und Sonnenstand sind dabei bedeutsame Kriterien. Aber auch die Frage nach Einkehrmöglichkeiten und dem Verlauf des Weges. Ist die schönste Variante erkundet, wird diese Schritt für Schritt vom Autor abgewandert. Alle Details für die Routenbeschreibung werden erfasst und die Gehzeit der einzelnen Etappen wird notiert.

4. Die Tour dokumentieren

Die Beschreibung eines Wegverlaufes muss exakt und für den Leser gut nachvollziehbar sein. Die GPS-Daten werden aufgezeichnet. Zeitgleich macht der Autor abwechslungsreiche Fotos von der Landschaft,
von Wegdetails und besonderen Wegpunkten.

5. Varianten und Erkundungen miteinbeziehen

Manchmal muss man eine bestimmte Tour auch nochmal gehen, um weitere mögliche Wege und Varianten auszuprobieren bzw. zu ergänzen. Oft gilt es auch noch, bestimmte Information einzuholen, wie zum Beispiel die Bewirtschaftungszeiten einer Alm.

6. Erfasste Daten zuhause zusammenstellen

Zuhause zurück verfasst der Autor die Texte zu den einzelnen Touren und ergänzt sie mit dazugehörigen Fotos. Außerdem bearbeitet er die GPS-Daten und zeichnet teilweise auch die Routen in Kartenkopien ein. Die Unterlagen zu den verschiedenen Touren werden peu à peu zu einem gesamten Wanderführer zusammengestellt und schließlich gebündelt an den Verlag geschickt.

7. Lektorat geht an die Arbeit

Lektorinnen und Lektoren des Verlags überprüfen und bearbeiten die verfassten Texte anhand von Karten und GPS-Tracks auf ihre inhaltliche Korrektheit. Außerdem werden Rechtschreibung und Grammatik korrigiert. Alle Unklarheiten werden mit dem Autor besprochen. Außerdem werden die Texte sprachlich überarbeitet.

8. Lektorat bringt alles in Form

Der Lektor erarbeitet aus den GPS-Daten die Höhenprofile, lässt die Kartenausschnitte erstellen und wählt – in Absprache mit dem Autor – die passenden Fotos aus. Außerdem gestaltet er das Layout und fügt dort alle Elemente zusammen. Am Ende bekommt der Autor nochmal alles zur Korrektur.

9. Der Wanderführer geht in den Druck

Wenn schließlich der gesamte Wanderführer fertig ist, wird er noch einmal Korrektur gelesen. Dann geht er in den Druck. Zur Sicherheit schickt die Druckerei noch eine sogenannte Blaupause des Buchs. Diese wird im Lektorat überprüft und letzte Fehler werden korrigiert.

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