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April 2021

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Zwei Entlebucher vor dem Wettersteinmassiv bei Elmau.


Wandern mit Hund – Immer der Fellnase nach!

Wandern geht man gerne in Begleitung – und Hundebesitzer natürlich in vierbeiniger. Aber welche Touren kann man seiner Fellnase zumuten? Welche Schwierigkeiten erwarten Herrchen und Frauchen und welche den Hund? Worauf muss man achten, damit die Unternehmung für alle Beteiligten zum Erfolg wird?

Wir möchten Euch auf unserem Wanderglück-Blog die besten Empfehlungen für Wanderungen mit dem Hund geben und außerdem gibt hilfreiche Tipps direkt von unseren Autoren – von der Planung der Wanderung bis zum Verhalten während der Tour! Darüber hinaus haben wir hier Tipps gesammelt wie Begegnungen zwischen Hunden und Kühen folgenlos vonstatten gehen.

Den Auftakt machen unsere Autoren Martin R. Locher und Thomas Rettstatt. Die beiden sind nicht nur Hundebesitzer, sondern haben gerade den Band „Wandern mit Hund – Bayerische Alpen“ herausgebracht. Gemeinsam mit ihren Hunden haben sie insgesamt 46 schöne Wanderungen recherchiert.

Hier geben sie Euch wichtige Tipps und Empfehlungen zum Wandern mit Euren Vierbeinern!
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Wanderungen mit dem Hund
Ein Beitrag von Martin R. Locher und Thomas Rettstatt

Beim Wandern mit Hund gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, da die Vierbeiner andere Ansprüche und Voraussetzungen haben als ihre Herrchen und Frauchen, die Hundebesitzer.

Gemeinsame Bergabenteuer in den Alpen stärken die Bindung von Hund und Herrchen.

1. Packliste für die Hundewanderung:

Romy Robst mit Hündin Lotte in den Dolomiten.

Unsere Autorin Romy Robst ist mit ihrer Hundefreundin Lotte auch gerne mal auf über 3000 m unterwegs. Das ist dann nochmal eine ganz andere Herausforderung. Auf ihrem Blog www.etappen-wandern.de verrät Romy alle wichtigen Fakten rund ums Höhenbergsteigen und Weitwandern mit dem Vierbeiner. Nicht nur in den Alpen.

Im Rother Verlag erschienen:
“Sentiero della Pace. Auf dem Friedensweg vom Vinschgau in die Dolomiten”
ISBN 978-3-7633-4562-5 16.90 (D)




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2. Hunde-Erziehung

Am Wegrand gibt es auch beim ­Wandern viel zu schnüffeln.

Am wichtigsten für eine gelungene Bergtour ist, dass der Hund gut folgt und essenzielle Kommandos von Herrchen und/oder Frauchen wie »Sitz, Platz, Stopp, Aus, Bei Fuß, usw.« kennt.

Vor allem darf der Vierbeiner nicht an der Leine oder am Brustgurt ziehen, was zu gefährlichen Situationen (Absturzgefahr!) nicht zuletzt für den Hundebesitzer selbst führen könnte. Er sollte an einen Maulkorb gewöhnt sein und sich – je nach Größe – auch tragen lassen.

Bei einer Einkehr in eine Hütte sind Verträglichkeit mit anderen Vierbeinern und »gutes Benehmen« Pflicht, d. h., er sollte nicht ständig bellen, keineswegs auf Bänke springen oder andere Gäste anspringen.

Auch ein gewisses Training und Fitness für Wanderungen in den Alpen vorher notwendig. Herrchen und Frauchen sollten daher mit Ihrem Vierbeiner das Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Untergrund, das Queren von Gitterrosten, das Balancieren auf Baumstämmen, das Springen auf Bänke und Ähnliches mehr üben, um beim Wandern auf unterschiedliche Situationen vorbereitet zu sein.

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3. Ein Notfall bei der Hundewanderung

Viele Probleme lassen sich schon durch eine sorgfältige Planung verhindern; wie die Mitnahme von genügend Wasser, das Berücksichtigen des Wetterberichtes (Hitze, Regen etc.), und das Studieren der Schwierigkeiten der gewählten Tour. Auch vorausschauendes Wandern ist sowohl mit Hund als auch ohne ein wichtiger Bestandteil, um Unfälle zu vermeiden wie das Hängenbleiben an Weiderosten und Stacheldraht oder das Abstürzen an steilen Stellen. Nehmen Sie zur Sicherheit unbedingt Adresse und Telefonnummer eines Tierarztes oder einer Tierklinik mit 24-Stunden-Service mit.

Ihr Erste-Hilfe-Set, das Sie stets dabei haben, sollte folgende Dinge enthalten:


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4. Hundekot

Auf Bergwanderungen sind Hundetoiletten in der Regel nicht anzutreffen. Deshalb sollten Hundebesitzer auf Wegen und Weidegebieten (Verunreinigung des Viehfutters) den Hundekot unbedingt entfernen! Dazu eignen sich am besten kompostierbare Hundekotbeutel, die mittels einer Schaufel im Erdreich vergraben werden können. Ansonsten gehen natürlich auch die normalen Hundekottüten aus Plastik, die später von Herrchen oder Frauchen an einem ­geeigneten Abfalleimer entsorgt werden können. Für diesen Transportweg empfiehlt sich die Unterbringung der tierischen Hinterlassenschaft in einem zweiten Beutel mit Reißverschluss.

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5. Badespaß für Hunde

Hunde lieben es, sich bei und nach der Wanderung am Wasser zu erfrischen.

Badeverbote in Seen sollten Hundebesitzer unbedingt beachten. Im Übrigen empfiehlt sich Rücksichtnahme gegenüber den anderen Badegästen. Frauchen und Herrchen sollten den Hund darüber hinaus nicht erhitzt ins Wasser lassen. Reißende Flüsse sind ebenfalls tabu.

Ziehen Sie ihm – wenn möglich – vorher das Brustgeschirr aus, damit es sich nicht vollsaugen oder an Hindernissen festhängen kann.

Das Wälzen in sowie das Trinken (Infektionsgefahr!) aus schmutzigen Pfützen Ihre Vierbeiners sollten Sie unbedingt verhindern. Viehtränken bei Wanderungen über Almen sind als Planschbecken und als Tränke für Hunde tabu, da die Weidetiere dann das Wasser meist nicht mehr annehmen. Am besten wird das Wasser in einem Faltnapf gereicht.

Dieser Beitrag stammt aus dem Rother Wanderbuch “Wandern mit Hund Bayerische Alpen” von Martin R. Locher und Thomas Rettstatt. Für diesen Blogbeitrag wurde er gekürzt.
Fotos: copyright by Martin R. Locher und Thomas Rettstatt.

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NEU erschienen in der Reihe “Wandern mit Hund”

Wandern mit Hund
“Bayerische Alpen”

978-3-7633-3181-9, 16.90 (D)

Wandern mit Hund
“Erzgebirge – Vogtland”

978-3-7633-3277-9, 16.90 (D)

Wandergenuss für Mensch und Vierbeiner – das bietet die Reihe “Wandern mit Hund”. Die Tourenauswahl reicht von leichten bis anspruchsvollen Wanderungen, für kleine und für große Hunde. Weil Vierbeiner andere Ansprüche haben als Zweibeiner, verfügt jede Tour über ein entsprechendes Anforderungsprofil. Es gibt Hinweise zu Wasserstellen, zu Einkehrmöglichkeiten mit Hund und hilfreiche Tipps zu Ausrüstung, Training, Gefahrenprävention und zum Umgang mit Notfällen.

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Tourentipps fürs Wandern mit Hund!


Mittel: Die Hörnlegruppe Hundewanderung

Die Hörnlegruppe ist ein für Wanderer in vieler Hinsicht idealer Ausflugsberg am nordöstlichen Rand der Ammergauer Alpen, weil man die Hörnlehütte am Zeitberg (von Bad Kohlgrub) auch per Sesselbahn oder auf dem überlaufenen Weg darunter erreichen und dort einkehren kann und auch, weil man zu ihm fast das ganze Jahr über hinaufwandern kann. Dazu ist das Hörnle perfekt für Wanderungen mit dem Vierbeiner geeignet.

Rother Wanderbuch
Wandern mit Hund
Bayerische Alpen mit Alpenvorland
46 Touren. Mit GPS-Tracks


Mittel: Hundewanderung auf dem Almerlebnisweg bei Ramsau

Vierbeiner sind bei der Wanderungen auf dem Almerlebnisweg bei Ramsau sehr gut aufgehoben, nur vielzählige Stufen auf dem steilen Steig zum Karjoch könnten manchen (kleinen) Hund aus der Puste kommen lassen.

Rother Wanderbuch
Wandern mit Hund
Chiemgau – Berchtesgaden
36 Touren. Mit GPS-Tracks


Leicht: Hundewanderungen zum Bärenstein

Fährt man mit dem Auto von Annaberg-Buchholz Richtung Oberwiesenthal, erblickt man bereits den weithin sichtbaren Bärenstein. Der 898 Meter hohe Tafelberg ist Rest eines Lavastromes und besteht, wie auch der Pöhlberg und der Scheibenberg, aus Basalt. Auf dem Gipfel befindet sich ein Gasthaus mit Aussichtsturm, und auf einem 800 Meter langen, ausgeschilderten Rundweg kann man das Gipfelplateau des Bärensteins erkunden. Die Wanderung führt über ausgedehnte Wälder an den Rand des idyllisch gelegenen Sehmatales und über die Trinkwassertalsperre Cranzahl hinauf zum Gipfel.

Rother Wanderbuch
Wandern mit Hund
Erzgebirge – Vogtland
51 Touren. Mit GPS-Tracks