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März 2020

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Für jedes Kind die richtige Tour

Wie war Eure letzte Wanderung mit den Sprösslingen? Sind womöglich doch Sätze gefallen wie „Wann sind wir da?“ oder „Ich kann nicht mehr“? Machen Sie es sich das nächste Mal leichter – mit unseren Altersempfehlungen findet Ihr für jedes Kind die passende Tour.

Sobald Kinder alleine stabil sitzen, können sie in Kraxe oder Tragehilfe mit auf die Wanderung genommen werden. Streckenweise können sie auch selber laufen. Wichtig ist, dass die Wanderung drei Stunden nicht überschreitet und die Kleinen warm eingepackt sind, vor allem während der bewegungsfreien Phasen.

Kinder im Kindergartenalter schaffen Touren von bis zu zwei Stunden reiner Gehzeit und maximal 300 Höhenmetern. Durch das Hin- und Herrennen beim Erkunden der Gegend sind die Reserven allerdings oft schnell ausgeschöpft. Da hilft es, immer wieder kurze Pausen mit einer Brotzeit einzulegen.

Kinder im Grundschulalter können Touren mit einer Gehzeit von bis zu vier Stunden und einem Anstieg von maximal 800 Höhenmetern bewältigen. Ausdauer und Kondition der Kinder sind meist so gut, dass steilere Wege unproblematisch in die Wanderung einbezogen werden können und sollen – allerdings auch hier mit entsprechender Hilfestellung und einigen Pausen inkl. Proviant.

Mit Kindern ab 11 und mit Jugendlichen sind große Wanderungen von max. 6 Stunden Gehzeit und 1000 Höhenmetern denkbar: Aber nur, wenn Ausdauer und Grundkondition entsprechend vorhanden sind.

Unsere Altersempfehlungen sind als Anhaltspunkte zu verstehen. Schließlich können die Entwicklungsstufen bei Kindern ganz unterschiedlich ausfallen. Und natürlich spielt auch eine Rolle, wie sportlich motiviert ein Kind ist und wie viel Wandererfahrung es mitbringt. Sie als Eltern kennen Ihre Kinder am besten und wissen, was Sie ihnen zutrauen können. Im Vordergrund sollte auf jeden Fall immer der Spaß der Kinder stehen!

Plane jetzt deine kommende Hüttentour!

Bist du bereit, wenn es losgeht, und hast du schon alles, was du dafür brauchen wirst? Um es dir leichter zu machen, haben wir eine Packliste zusammengestellt. Außerdem gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten, damit alle ihr #Wanderglück auch wirklich genießen können. Und nicht zuletzt haben wir für dich ein paar tolle Tourentipps!

D. Valdemaras, DREIZINNENHÜTTE
Dolomiten, Italien

Kleine Packliste für unterwegs

Bei einer Übernachtung in den Bergen dürfen folgende Dinge im Wanderrucksack nicht fehlen:

• Ein Hüttenschlafsack
• Ein kleines Handtuch
• Eine Stirnlampe für die dunklen Abend- und Morgenstunden
• Ein Paar Haus- bzw. Hüttenschuhe
• Ohrstöpsel für unruhige Schläfer
• Ein kleiner Müllsack
• Genügend Bargeld, da elektronische Bezahlung auf den meisten Hütten nicht möglich ist

Dos and Dont’s auf der Hütte

DIE RÜCKSEITE DER LANGSPIELPLATTE »SKIGYMNASTIK GANZ MODERN«
Gesprochen von Harry Valérien, Rother, 1961

Hüttengaudi? Unbedingt! Für die ist allerdings nur dann gesorgt, wenn jeder während seines Aufenthalts in den Bergen auf den anderen Rücksicht nimmt. Befolgt man einige wenige Regeln, so ist eine angenehme Zeit gemeinsam auf der Hütte garantiert.

Ihr solltet eure Übernachtung frühzeitig beim Hüttenwirt anmelden, denn insbesondere während der Hochsaison sind die Hütten häufig ausgebucht. Sollte dem Hüttenaufenthalt plötzlich doch etwas im Wege stehen, dankt‘s der Wirt, wenn ihr ihm rechtzeitig absagt. Und ein anderer Gast freut sich, euren Platz einzunehmen.

Das Matratzenlager und auch die Zimmer dürfen von Besuchern generell nur mit einem Hüttenschlafsack bezogen werden – er ist leicht und dünn und wird aus hygienischen Gründen unter den auf der Hütte vorhandenen Zudecken verwendet.

Jeder sollte dafür Sorge tragen, seine Abfälle wieder mit ins Tal zu nehmen. Ein kleiner Müllsack im Rucksack ist daher ein absolutes Muss. Zur Info: Die Hüttenversorgung und der Abtransport von Müll und Abfallstoffen ins Tal kostet die Wirte durchschnittlich 10.000 Euro pro Saison.

In den Bergen herrscht häufig eine hohe Knappheit an Energieressourcen – eine kWh Strom ist laut Deutschem Alpenvereins auf einer Hütte zehnmal so teuer wie im Tal; einmal die Hütten-Klospülung betätigen kostet im Schnitt 4 bis 5 Euro. Daher sollten Besucher mit Wasser und Strom unbedingt sparsam umgehen.

Jeder Übernachtungsgast sollte sich bei der Ankunft in das Hüttenbuch eintragen und gegebenenfalls weiteren Meldevorschriften der Hütte nachkommen – das hilft Rettungsteams bei der Suche von Vermissten oder Verunglückten.

Im Morgengrauen wühlen und kruschen im Lager? Das zeugt nicht von rücksichtsvollem Verhalten. Gleiches gilt in den Abend- und Nachtstunden. Wer früh los will, sollte alles entsprechend vorbereiten und mit einer Taschenlampe ausgestattet sein, um andere Übernachtungsgäste so wenig wie möglich zu stören.

Die Schlafräume dürfen nicht mit Berg- oder Skischuhen betreten werden – zum Trocknen der Treter stehen in der Regel dafür vorgesehene Räume im Eingangsbereich der Hütte zur Verfügung.

Es gibt nur vereinzelt Steckdosen auf der Hütte. Aus Rücksicht gegenüber anderen Gästen sollte die Benutzung der Steckdosen in freundlicher Abstimmung erfolgen und nicht willkürlich entschieden werden. Oder man nimmt den leeren Akku einfach dankend in Kauf: Denn die handyfreie Zone bietet Raum für Entspannung, Ruhe und Begegnungen mit anderen!

Wenn nicht anders ausgeschrieben, herrscht generell Hüttenruhe von 22:00 bis 6:00 Uhr. Also: Kein Krawall zu später Stunde!

In den Schlafräumen einer Hütte sind Hunde verboten. Die Mitnahme und Unterbringung der Vierbeiner sollte im Vorfeld mit den Hüttenwirtsleuten abgeklärt werden, da sie individuell gehandhabt wird.

Rother Selection Hüttentrekking Band 1: Ostalpen

32 Mehrtagestourenvon Hütte zu Hütte Ralf Gantzhorn, Andreas Seeger 256 Seiten,
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Rother Selection Hüttentrekking Band 2: Schweiz

30 Mehrtagestourenvon Hütte zu Hütte
Ralf Gantzhorn, Stephan Hagenbusch
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Rother Selection
Hüttentrekking Band 3: Westalpen Frankreich

30 Mehrtagestourenvon Hütte zu Hütte
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