GeoWandern

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GeoWandern – viel mehr als „normales Wandern“

Wandern und genießen – klar! Wandern und erleben – selbstredend! Wandern und erklären/verstehen – das ist GeoWandern!

Zahlreiche Fragen tauchen beim Wandern auf, wenn man mit offenen Augen durch die Landschaft geht: Warum gibt es hier alte Steinmauern im Wald? Wieso hat sich gerade an dieser Stelle ein Wasserfall gebildet? Wodurch diese eigenartig geformten Hügel? Genau diese Fragen werden von unseren Autoren, die alle studierte Geografen sind, beantwortet. Wer mehr über die geografischen Zusammenhänge erfahren möchte, findet in unseren Wanderbüchern der Reihe GeoWandern zahlreiche Infoboxen, die spezielle Aspekte der jeweiligen Tour vertiefen und dazu ein ausführliches Glossar geografischer Fachbegriffe. Viele Farbfotos zeigen Details und Panoramen der Wanderregionen. Auf der Rother Website stehen GPS-Tracks zum Download zur Verfügung. Wie in allen Rother Wanderbüchern enthalten die vorgestellten Wanderungen eine Kurzinfo mit allen wesentlichen Angaben, eine detaillierte Wegbeschreibung, ein aussagekräftiges Höhenprofil sowie ein Kärtchen mit eingezeichnetem Routenverlauf.

Hier stellen wir unsere Reihe GeoWandern vor und zeigen gleich einige Beispiele aus den jeweiligen Büchern. Viel Spaß beim Stöbern!


Rother Wanderbuch: GeoWandern – Schwarzwald

Moore, Höhlen, Felsen und Seen – wie sind sie entstanden? Warum genau an dieser Stelle? Und wie hat das die Entstehung von Siedlungen, Landwirtschaft oder Bergwerken begünstigt? Wer genau hinschaut, kann im Schwarzwald spannende geografische Auffälligkeiten entdecken, die viel über das Entstehen der Landschaft erzählen. Das Rother Wanderbuch »GeoWandern Schwarzwald« öffnet die Augen für versteckte Zeichen und Zusammenhänge und lüftet die Geheimnisse der Natur. So lässt sich der Natur- und Kulturraum Schwarzwald ganz neu entdecken! Die 40 Wanderungen, die dieses Wanderbuch vorstellt, versprechen schon aufgrund ihres Verlaufs besonderen Genuss. Sie führen unter anderem auf Feldberg, Kaiserstuhl, den Battertfelsen und die Wutachschlucht, stets auf abwechslungsreichen Pfaden und durch viel unberührte Natur. Die geografischen Besonderheiten, auf die ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollen, werden bei jeder Tour in übersichtlichen Infoboxen anschaulich und fundiert erläutert.

ISBN 978-3-7633-3203-8 ,     16.90 (D)/17.40 (A)/SFR 23.90


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Hotzenwald-Wühre im Schwarzwald

Die künstlichen Wasserläufe der Hotzenwälder Wühre (auch Wuhre) prägen das Bild so mancher Wanderung im südlichsten Südschwarzwald. Mit der Konstruk­tion der flachen, bis zu einem Meter breiten Hangkanäle wurde bereits im Mittel­alter begonnen.

Zunächst diente das herangeführte Wasser dem Antrieb von Sä­gen, Mühlen und Hämmern, sowie als Löschwasser, später auch zur reinen Bewäs­serung der Wiesen. Teilweise wurden Abschnitte natürlicher Flussläufe mit einge­bunden, manche Wühre überwinden sogar Wasserscheiden. Führt man sich vor Augen, dass all dies ohne genaue to­pografische Karten oder gar Satelliten­navigation geschaffen wurde, ist den Erbauern umso mehr Respekt zu zol­len. Heute durchzieht ein Kanalnetz von 70 km den Hotzenwald, von de­nen allein gut 20 km auf das Hochsaler Wuhr entfallen.


Rother Wanderbuch: Geowandern – Münchener Umland

Geprägt von Plattentektonik, Gletschereis, Wasser und dem Menschen stellt das Münchner Umland ein spannendes Exkursionsgebiet mit einem reichhaltigen Formenschatz dar. Die Autoren öffnen Ihnen auf 40 Touren im Alpenvorland und im deutschen Alpenanteil die Augen für die Kräfte und Mechanismen, die diese Landschaft gestaltet haben – und immer noch gestalten. Sie durchwandern Moore und Drumlinlandschaften, studieren Seen und Fließgewässer in ihrer Entstehung und Nutzung durch den Menschen und nehmen die allgegenwärtigen Spuren der Eiszeitgletscher in Augenschein.

ISBN 978-3-7633-3156-7 ,     16.90 (D)/17.40 (A)/SFR 23.90

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Terrassenabfolge im Bereich von München – Isartal

Der Untergrund von München wird aus tertiären Mergeln und Sanden der Oberen Süßwassermolasse gebildet (Flinzsande), die als Wasserstauer fungieren. Aus diesen Tiefen beziehen auch die Münchner Brauereien ihr Brauwasser. Darauf lagern die rißzeitlichen Hoch- und die würmzeitlichen Niederterrassenschotter. Durch die würmeiszeitlichen Schmelzwässer wurde die Hochterrasse teilweise ausgeräumt, besonders im Münchner Raum, und mit Niederterrassenschottern bedeckt. Gegen Ende der letzten Eiszeit hat sich die wesentlich wasserreichere Isar dann in die Nie-derterrasse eingeschnitten, diese ausgeräumt und danach die sogenannte Altstadtstufe, auf der z. B. die Frauenkirche liegt, aufgeschottert.

Durch das Einschneiden der Isar wurden aber auch noch ältere Deckenschotter der Mindel- und Günzeiszeit angeschnitten (zu sehen im Klettergarten Baierbrunn). In die Altstadtstufe hat sich die Isar später nochmals eingeschnitten und so das Gewässerbett mit Aue geschaf-fen (Auen-Stufe), in dem sich heute die gezähmte Isar bewegt.

Rother Wanderbuch: GeoWandern – Rund um Stuttgart

Dieses Rother Wanderbuch beantwortet zahlreiche Fragen, die beim Erwandern der vielfältigen Landschaft zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb auftauchen. Warum die Landschaften so geworden sind, wie sie sich dem Betrachter präsentieren, erklären die beiden Autoren ihren interessierten Lesern. Als studierte Geografen kennen sie das Ländle seit vielen Jahren. Sie öffnen die Augen für die Geschichte(n) und Hintergründe der Landschaftsentwicklung. Dass man diese Informationen in wohldosierten Portionen während interessanter Wanderungen bekommt, macht den besonderen Reiz dieses Rother Wanderbuchs aus. Denn auf Schusters Rappen unterwegs sind die Erfahrungen besonders intensiv, ob man mit Kindern unterwegs ist oder alleine.

ISBN 978-3-7633-3142-0 ,     16.90 (D)/17.40 (A)/SFR 23.90

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Bergrutsch am Hirschkopf bei Mössingen

Der Albtrauf bei Mössingen ist das größte aktive Rutschgebiet Deutschlands außerhalb der Alpen. Hier kommen viele Faktoren zusam-men, die ein Abgleiten von Gesteinspaketen verursachen können. Aufgrund der beachtlichen Höhenunterschiede, der mächtigen Tonsteinfolge des Braunen Juras und der vielen Quellen kommt es hier vor allem nach lang anhaltenden Niederschlägen daher immer wieder zu Rutschungen. Am 12. April 1983 ereignete sich am Hirschkopf das größte Ereignis in historischer Zeit.

Dabei wurden sechs Millionen Kubik-meter Gestein mobilisiert und über 50 Hektar Wald zerstört. Auch wenn große Teile des Rutschgebietes inzwischen wieder mit Vegetation bedeckt sind, lässt sich das Ausmaß der Veränderungen immer noch gut nachvollziehen. Im Juni 2013 kam es ganz in der Nähe erneut zu großen Rutschungen , die teilweise auch Wohnsiedlungen gefährdet haben. Wie bereits 1983 waren tagelange Niederschläge und schließlich auch noch Starkregen Auslöser der Bewegungen. Die Böden und Hangschuttdecken sind dabei mit Wasser gesättigt und werden immer schwerer. Entlang von Spalten oder schon vorhandenen alten Gleitbahnen kommt es schließlich zum Kollaps und ganze Hangbereiche werden instabil. Auch menschliche Eingriffe, wie etwa die Anlage von Forstwegen, können dabei eine Rolle spielen.

Wieder einmal hat uns der Albtrauf gezeigt, wie schnell sich hier landschaftliche Veränderungen einstellen können. Natürlich sind es nicht nur spektakuläre Rutschungen, die zur Abtragung beitragen. Unzählige Bäche und Quellen tragen ständig und stetig dazu bei, die mächtigste Schichtstufe Süddeutschlands immer weiter nach Süden zu drängen.

Rother Wanderbuch: GeoTrekking – Zugspitzland

Geotrekking im Zugspitzland ist eine Entdeckungsreise durch die Erdgeschichte und zu Naturwundern rund um Deutschlands höchsten Berg. Denn Geotrekking verknüpft das Wandern und Bergsteigen mit Inhalten der Geographie und Geologie. Nicht die Gipfel, sondern interessante Stein- und Felsformationen am Wegesrand, Höhlen und Zeugnisse des Bergbaus sind dabei das Ziel. Der Autor Andreas P. Kaiser, Geograph und Lehrer aus Garmisch-Partenkirchen, führt den Leser auf 42 Geotrekkingtouren zwischen Außerfern und Achensee. Der Wanderer erkundet unbekannte Naturwunder und spannende Geotope im Karwendel, Wetterstein, Estergebirge und den Ammergauer Alpen. Fundierte und leicht nachvollziehbare Erklärungen ermöglichen unmittelbares Lernen mitten in der Natur. So wird die Wissenserweiterung zum Geoabenteuer.
Bei Schwierigkeitsgrad und Dauer der Wanderungen werden sowohl Bergsteiger als auch Familien mit Kindern fündig. Die Palette reicht von der hochalpinen Tour bis zum geographischen Spaziergang.

ISBN 978-3-7633-3087-4 ,     16.90 (D)/17.40 (A)/SFR 23.90

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Eiszeitdrillinge

Beim »Eiszeitdrilling« handelt es sich um einen »erratischen Block« (lat. errare = irren). Dieser im übertragenen Sinne verirrte Block aus ortsfremdem, dunkelgrünem Eklogit, einem metamorphen Gestein, wurde von den Gletschern der Eiszeit aus den Zentralalpen hierher verfrachtet und blieb nach dem Abschmelzen des Eises liegen. Erst dann kann der Block in die drei Einzelstücke zerfallen sein, da nur die Außenflächen durch die Schleifkraft des Gletschers stark gerundet wurden. An den zweifelsfrei aneinanderfügbaren, ebenen Bruchflächen fehlt diese Überprägung – die Teile müssen also einst zusammengehört haben.

Kreideaubbau in Kaltenbrunn

Die Kreide von Kaltenbrunn entstammt einem See. Am Ende der letzten Eiszeit blieb ein Teil der Gletscherbrücke – der Geowissenschaftler spricht von »Konfluenz« (hier der Zusammenfluss zwischen Isargletscher im Osten und Loisachgletscher im Westen) – als sogenanntes Toteis liegen. Dieses staute die Schmelzwässer (heute der Kankerbach) im Gebiet von Kal-tenbrunn auf. Die »Gletschertrübe« (Gesteinsmehl) des Gletscherschmelz-wassers sedimentierte sich am Boden des natürlichen Stausees. Nach Ab-schmelzen des Toteises floss der See aus, die Ablagerungen blieben als mehrere Zehnermeter mächtige Bergkreideschichten zurück. Der Abbau des tonig-schmierigen Materials erfolgt heute mittels Schaufelradbagger im Tagebau.